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31-Jähriger muss ins Gefängnis Einbrecher für Taten in Delmenhorst verurteilt

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 26.10.2016, 18:00 Uhr

Innerhalb weniger Wochen hat ein 31-Jähriger zwischen Juni und August sieben Einbrüche in Büroräume, eine Schule, in ein Krankenhaus und ein Wohnhaus begangen. Dafür ist er am Mittwoch vom Schöffengericht des Amtsgerichts Delmenhorst zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

In der Verhandlung wurde eindrucksvoll geschildert, wie der Mann in die Spirale aus Drogensucht und Kriminalität geraten war: Noch Anfang des Jahres lebte er mit seiner Frau in Ganderkesee, ging einer festen Beschäftigung nach und hatte seine Abhängigkeit nach eigener Aussage seit mehreren Jahren im Griff. Dann erwischte er seine Frau mit einem anderen Mann, verlor seinen Job, griff zur Flasche und schließlich wieder zu Drogen. Ecstasy und vor allem Speed habe er konsumiert. Bis zu zwölf Gramm Speed habe er täglich genommen. Durch Hartz IV habe er die Sucht nicht mehr finanzieren können.

Elektrogeräte und Fahrräder gestohlen

Vor allem auf Elektrogeräte hatte er es bei seinen Einbrüchen abgesehen. Aus einem Büro an der Parkstraße entwendete er Laptops und Handys im Wert von 4000 Euro. In einem anderen Fall stahl er zwei E-Bikes, ebenfalls 4000 Euro wert. Geschnappt wurde er schließlich beim Versuch, in eine Zahnarztpraxis an der Cramerstraße einzubrechen. Bei der Urteilsverkündung rechnete ihm der Richter an, voll geständig zu sein und in einer persönlichen Ausnahmesituation gewesen zu sein. Dennoch sei es aufgrund seiner Vorgeschichte – der Mann saß bereits häufiger im Gefängnis – nicht möglich, eine Bewährungsstrafe zu verhängen. Allerdings soll der Mann demnächst eine stationäre Drogentherapie beginnen. Mit dem 31-Jährigen zusammen angeklagt war ein 37-jähriger Delmenhorster, der bei der letzten Tat Schmiere stand. Der bisher nicht vorbestrafte Mann wurde zu einer Geldstrafe von 400 Euro verurteilt.