Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

36-Jähriger muss ins Gefängnis Amtsgericht Delmenhorst verurteilt Automarder

Von Ole Rosenbohm | 20.11.2017, 11:35 Uhr

Unter anderem wegen diverser Autoaufbrüchen sitzt der 36-jährige Mann bereits Haft, jetzt kommt noch eine weitere Strafe obendrauf.

Unter anderem wegen diverser Autoaufbrüche sitzt der 36-jährige Mann bereits Haft, jetzt kommt noch eine weitere Strafe obendrauf. Zu neun Monaten Gefängnis ohne Bewährung hat ein Schöffengericht des Amtsgerichts Delmenhorst den Mann jetzt verurteilt.

Angeklagt war der Automarder wegen vier Autoaufbrüchen in einer Nacht – davon drei in Delmenhorst, einer in Ganderkesee, begangen bereits am 6./7. Januar 2016. Das Prozedere war immer gleich: Mit einem Nothammer wurden Seitenfenster eingeschlagen, dann stieg der Täter ein. Die Vorgehensweise ähnelte sich so, dass die Polizei bei der Ermittlung der vier Taten sehr schnell von einem einzigen Täter ausging.

Bargeld erbeutet

In zwei Fällen wurden Portemonnaies aus den Autos gestohlen, darin Ausweise, Kreditkarten und Bargeld: einmal etwas über 50 Euro, einmal gar 400 Euro. Aus einem anderen Auto wurde nichts vermisst, der vierte Fall blieb unvollendet, da der Dieb es offensichtlich nicht schaffte, die Scheibe des Autos zu zerstören.

Nachgewiesen vor Gericht wurde dem Angeklagten aber am Ende nur ein Fall: der Aufbruch an der Gartenstraße in Delmenhorst, als er im Seitenfach das Portemonnaie mit den 50 bis 60 Euro fand. Diese Tat gab er auch zu. Die Taten an den Straßen Am Holz und Hoher Weg sowie der Autoaufbruch in Ganderkesee konnten dem Mann nicht nachgewiesen werden – diese drei Fälle wurden deshalb eingestellt. Zu einer Verurteilung reichte aber ein Fall.

Aus seiner laufenden Haftstrafe und dem aktuellen Urteil wird das Gericht noch eine Gesamtstrafe bilden.

Die Zahl der Autoaufbrüche steigt in der Stadt Delmenhorst übrigens seit Jahren an. 2016 registrierte die Polizei über 200 solcher Taten im Stadtgebiet, im Jahr 2013 aber nur 113 Vorfälle. Sehr oft wird dabei – wie bei den jetzt verhandelten Taten – eine Scheibe eingeschlagen.