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50 Jahre Mitgliedschaft Adolf Meyer hält Lebenshilfe Delmenhorst die Treue

Von Kai Hasse | 02.10.2017, 10:24 Uhr

Die Lebenshilfe hat vielfältige Angebote. Das stellte sich bei der vergangenen Mitarbeiterversammlung heraus. Bewohner der Einrichtungen berichteten aus dem Alltag. Zudem wurden langjährige Mitglieder geehrt.

Bei einer Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Delmenhorst sind die vielen unterschiedlichen Wohnarten, in denen Betreute wohnen, dargestellt worden. Außerdem wurden langjährige Mitglieder geehrt. Mit ein Mann der ersten Jahre war dabei etwa Adolf Meyer.

Vielfalt der Wohnungen

Vier Bewohner der Einrichtungen beschrieben den Alltag in ihren Einrichtungen. Aus Sicht der Pressesprecherin Christine Mengkowski wurde dabei die Vielfalt der Wohnarten deutlich, in denen die Betreuten wohnen. Die Betreuung, die die Bewohner erfahren, reicht dabei von einer umfassenden Hilfe bei allen alltäglichen Handgriffen bis hin zu lediglich stundenweiser Betreuung in den eigenen vier Wänden. Grundsätzlich gelte für das Leben der Menschen mit Behinderungen, um die sich die Lebenhilfe kümmert: „So selbständig wie möglich, so viel Hilfe wie nötig.“ Derzeit versuche die Lebenshilfe, die Betreuung der Mitglieder in kleineren Einheiten zu gestalten – und nicht in allzu großen Komplexen.

Adolf Meyer seit 50 Jahren dabei

Zu den Geehrten gesellte sich in diesem Jahr ein besonderer Weggefährte der ersten Jahre der Lebenshilfe: 50 Jahre lang ist Adolf Meyer Mitglied in der Lebenshilfe Delmenhorst. Er hatte vor 50 Jahren als junger Lehrer den Auftrag, eine damals sogenannte Sonderschule in Ganderkesee zu errichten. Dabei kam er in Berührung mit Kindern mit Behinderungen und ihren Eltern. „Das war damals eine schwierige Sache, es gab keine Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen“, erzählt er. Er setzte sich ehrenamtlich mit den Eltern zusammen. Dabei kam die Rede auf die damals noch junge Lebenshilfe Delmenhorst. Zuerst durften schließlich behinderte Kinder für eine besondere Betreuung Räume der Kirche benutzen, schließlich bildeten sich – unter Meyers Koordination und, wie er betont, der Hilfe der Gemeinde Ganderkesee – weitere Angebote. Der Lebenshilfe, mit der diese Angebote damals entstanden, ist er seitdem treu geblieben. Obwohl „Treue“ nicht der Antrieb ist, der Meyer zuerst einfällt. „Es ist eine zweckmäßige Aufgabe“, fasst er es zusammen.

Meyer wurde geehrt, zusammen mit Berta Springmann für 45-jährige Mitgliedschaft, Manfred Zeise für 40 Jahre, Andrea Dyer (35 Jahre), Erika Pflugradt (30 Jahre) und Axel Behnken (25 Jahre).