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A-Capella-Gesang Onair begeistern Delmenhorster mit der „Bufzekatze“

Von Mareike Bader | 21.10.2017, 17:02 Uhr

Zum zweiten Mal trat Onair in Delmenhorst auf und gab bekannte Songs und Eigenkompositionen zum besten – ganz ohne Instrumentalbegleitung. Das nächste Konzert ist auch schon geplant.

Der Saal wird dunkel, das Publikum verstummt allmählich. In blaues Licht getaucht treten die sechs Sänger der Berliner A-Capella-Gruppe Onair auf. Sängerin Jennifer Kothe beginnt den Song „Illuminate“, eine Eigenkomposition, zu singen.

Auf der Bühne stehen keine Instrumente

Die Töne sitzen, die Harmonien stimmen. Dass kein einziges Instrument auf der Bühne steht, fällt nur auf, wenn man hinsieht. Passend zum Titellied der aktuellen Tour „Illuminate“, dem zweiten abendfüllenden Programm der Gruppe, erstrahlt die Bühne immer wieder in anderem Licht. Die Gesichter der Sechs sind mit grünen Streifen geschminkt, die zwischendurch leuchten.

Nach der Pause gibt es ein richtiges Spiel mit dem Licht, wenn die Sänger in langen Mänteln umherziehen. Es wird atmosphärisch, das liegt auch am sanften „Children of the Deep“, aus der Feder von Onair-Sänger André Bachmann.

Harte Töne bei Rammsteins „Sonne“

Härter kommt das nächste Lied daher: Rammsteins „Sonne“ kommt hart und energievoll rüber und auch auf den Gitarrensound muss keiner verzichten. „Wir machen alles mit dem Mund“, begrüßt Stefan Flügel das Publikum. Doch um Effekte, wie eben E-Gitarre und harte Beats so effektvoll darstellen zu können, braucht es ein bisschen Hilfe der Technik. Erst bei der Zugabe „Wenn ich ein Vöglein“ wär, gibt es Onair komplett unverstärkt.

Arrangements stammen von den Sängern selbst

Songs von The Killers, Foo Fighters, Bruno Mars oder Laings „Morgens immer müde“ nach dem Schlager von Trude Herr klingen durch die eigenen Arrangements einfach anders. Manchmal sind die Lieder erst beim Refrain zu erkennen. Alle Sechs sind ausgebildete Sänger und verblüffen mit präziser Technik.

Bass Kristofer Benn interpretiert Herbert Grönemeyers „Der Weg“ mit viel Gefühl und überhaupt nicht tief-brummend. Und bei „Illuminated“ von Hurts, singt André Bachmann sogar im Falsett.

Extra-Applaus für die „Bufzekatze“

Es ist aber faszinierend zu sehen, wie Sängerin Marta Helmin erst wunderschön gefühlvoll Led Zeppelins „Stairway to Heaven“ singt und dann umringt von ihren Kollegen verblüffend ähnlich eine E-Gitarre nachahmt. Oder wenn Patrick Oliver erklärt „Ich bin zuständig für das Schlagzeug“ und das dann mit lautmalerischen Phrasen demonstriert. Seine „Bufzekatze“ löst später bei seinem Solo „Beatboxeritis“ Extra-Applaus aus.

Schon zu Beginn ihrer Karriere sind „Onair“ in der Delmenhorster Markthalle aufgetreten. Gut 400 Zuhörer sitzen im Kleinen Haus und belohnen die A-Capella-Sänger am Ende mit stehenden Ovationen belohnt.

Zu Beginn ihrer Karriere sind „Onair“ in der Delmenhorster Markthalle aufgetreten. Dieses Mal füllen sie das Kleine Haus. Die gut 400 Zuhörer feiern die Songs immer begeisterter, am Ende werden die A-Capella-Sänger mit stehenden Ovationen belohnt.

Nächstes Konzert für das kommende Jahr geplant

Das nächste Konzert ist bereits in Planung. Nach der „A Winter Concert“-Tour mit Halt in Bremen und Oldenburg, wollen die sechs Berliner mit der neuen Tour kommendes Jahr wieder nach Delmenhorst kommen. Der genaue Termin steht aber noch nicht fest.