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Ab Herbst soll erster Container stehen Erste Flüchtlinge in Delmenhorst ziehen in Mobilbauten

Von Frederik Grabbe | 29.05.2016, 15:36 Uhr

Zwar sind die Zahlen der zuwandernden Flüchtlinge zuletzt zurückgegangen. Dennoch plant die Stadt auf fünf Grundstücken die Aufstellung von mobilen Wohnbauten.

Um der Zahl der Flüchtlinge in Delmenhorst Herr zu werden, will die Stadt erste Mobilbauten aufstellen. Der erste Wohnbereich soll ab Herbst dieses Jahres stehen. Dies teilt die Verwaltung in einer Vorlage mit, die sie einmal am kommenden Donnerstag, 2. Juni, sowie am Dienstag, 7. Juni, im Sozial-, beziehungsweise im Gesundheitsausschuss vorlegen wird.

Erste Anlage nahe des GUT Langenwisch

Demnach plant die Stadt mit Grundstücken an der Overbergstraße, der Rodenkircher Straße und dem Riedeweg als unbefristete Areale. Grundstücke am Albertusweg und der östlich Langenwischstraße sollen als auf drei Jahre befristete Flächen dienen. An der letztgenannten Straße nahe des Gewerbegebietes GUT Langenwisch soll im Herbst der erste Wohncontainer aufgestellt werden.

Hoher Wohnraumbedarf

„Die Zahl von Flüchtlingen und Asylbegehrenden führt zu einem hohen Wohnraumbedarf bei der übergangsweisen Unterbringung“, heißt es in der Vorlage. Derzeit seien diese in den Sporthallen an der Lessingstraße, am Stubbenweg und in der Bundeswehrhalle an der Weverstraße sowie in den Schulräumen der Oberschule Süd an der Königsberger Straße untergebracht. Zudem werden Wohnräume der GSG-Wohnungsbaugesellschaft , des freien Wohnungsmarkts, im Stadionheim, der Kindertagesstätte an der Breslauer Straße in den umgebauten Gebäuden in der Adelheider Kaserne und nach Umbau in der ehemaligen Kinderklinik und genutzt. (Weiterlesen: Themenportal Flüchtlinge in Delmenhorst)

Nur Neubauten verbessert die Wohnraumlage

Es sei Ziel, die begrenzten Wohnraumkapazitäten zu erweitern und belegte Schulräume und Sporthallen für ihren eigentlichen Nutzungszweck zu öffnen. Eine Verbesserung der Wohnsituation könne „nur durch den Bau neuer Unterbringungsmöglichkeiten“ erlangt werden. Hier seien auf Bundes- und Landesebene entsprechende Regelungen im Baurecht geschaffen worden.

32 Männer in Anlage in Stickgras

Die erste Mobil-Unterkunft am GUT soll laut Vorlage Wohnort für 32 alleinstehende männliche Flüchtlinge sein, 400 Quadratmeter Platz bieten und aus 18 Containern bestehen.Die Kosten für diese erste Anlage, der Bauten auf insgesamt vier weiteren Grundstücken folgen sollen, werden rund 515000 Euro betragen. Wenn benötigt, könnten zwei weitere mobile Gebäude angebaut werden, um so maximal 82 Flüchtlinge beherbergen zu können.