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Abbrucharbeiten in Delmenhorst Grünfläche ersetzt Düsternorter Brandhaus

Von Britta Buntemeyer | 02.01.2015, 18:39 Uhr

Das im April bei einem Brand unbewohnbar gewordene Haus in Düsternort weicht einer Grünfläche. Auch der Hasberger Dorfkrug wird derzeit abgerissen, dort entstehen Bauplätze.

Das halbe Gebäude liegt in Trümmern, nur ein Parkplatzschild mit Bierlogo weist noch darauf hin, dass hier eine Gaststätte beherbergt war: Der Alt Hasberger Krug wird derzeit dem Erdboden gleich gemacht. Die Traditionsgaststätte weicht vier Bauplätzen für Eigenheime. Im Oktober war bekannt geworden, dass Inhaber Claus Meyer nach mehr als 30 Jahren keinen Nachfolger gefunden hatte.

Der Abriss des Hasberger Lokals, der unter Dorfbewohnern und in der Politik Besorgnis über die Zukunft und das Dorfbild Hasbergens ausgelöst hat, gehört zu drei derzeitigen Abbrucharbeiten in Delmenhorst. Das Mehrparteienhaus an der Düsternortstraße, das ein Dachstuhlbrand Ende April unbewohnbar gemacht hatte, soll noch im Januar komplett abgerissen sein. Das teilt Stefan Ludwig, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG), auf dk-Nachfrage mit.

Ein Neubau an gleicher Stelle sei zunächst nicht vorgesehen. „Das Wohngebiet lässt ein Gebäude, wie wir es vorsehen, nicht realisieren“, sagt Ludwig. Aufgrund der dort geltenden Bebauungsbestimmungen sei die Errichtung eines altersgerechten und barrierefreien Hauses nicht möglich. Nach dem Abriss soll auf dem Grundstück, das nach wie vor in GSG-Besitz ist, eine Grünfläche entstehen. Die Wohnbaugesellschaft plant einen Neubau mit 50 Wohnungen im Bereich Thüringer Straße/Lerchenstraße. Mit den Arbeiten soll laut Ludwig voraussichtlich Anfang 2016 begonnen werden.

Ab September wurden schließlich auch die Abrissarbeiten an der Brandruine des Landgasthofs Zur Pultern in Angriff genommen. Ein Beschluss des Verwaltungsausschusses sieht vor, dass ein Bebauungsplan erstellt wird. Ziel ist, auf dem 33000 Quadratmeter (einschließlich des Sees) großen Areal ein Gewerbegebiet in Kombination mit einem Naherholungsgebiet auszuweisen.