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Abeiterwohlfahrt Delmenhorst: AWO Delmenhorst fordert Abkehr von Massenunterkünften

Von Alexander Schnackenburg | 09.10.2015, 20:23 Uhr

Der Flüchtlingszustrom beschäftigt auch die AWO Harald Groth bleibt Chef der Delmenhorster Arbeiterwohlfahrt. Bei der Kreiskonferenz am Freitag wurde er für 40-jährige Vorstandsarbeit geehrt.

Der Delmenhorster Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat bei seiner Kreiskonferenz am 9. Oktober 2015 den kompletten Vorstand im Amt bestätigt. Erster Vorsitzender bleibt somit Harald Groth, zweite Vorsitzende Andrea Meyer-Garbe.

Zugleich ehrten die Mitglieder Harald Groth für seine nunmehr 40-jährige Arbeit im Vorstand des AWO-Kreisverbands Delmenhorst. Seit zwanzig Jahren ist Schriftführerin Roswitha Ahrens-Groth dabei, ebenfalls seit 20 Jahren Beisitzer Günter Buckmann. Manfred Otte, der seit 15 Jahren als Revisor im Vorstand des Kreisverbands tätig ist, und Hermann Glander, der es ihm seit zehn Jahren gleich tut, vervollständigten die Liste der Jubilare.

Schneller Zugang für Flüchtlinge zum Gesundheitssystem gefordert

Als besondere Herausforderung für die Zukunft aller Wohlfahrtsverbände charakterisierte der stellvertretende Bezirksvorsitzende der AWO, Friedhelm Merkentrup, das wachsende Flüchtlingsaufkommen. Merkentrup fordert, dass Politik und Gesellschaft einen schnellen Zugang zum Gesundheitssystem für die Flüchtlinge sicherstellen müssten. Außerdem gelte es, von Massenunterkünften wegzukommen und Wohnungen zu planen. Dies hält Merkentrup nicht nur aus humanitären Gründen für geboten, sondern auch, um den sozialen Frieden zu gewährleisten.

Bürgermeisterin Antje Beilemann lobt AWO-Chef

Warme Worte für die Arbeit der AWO Delmenhorst hatte es zuvor aus der Politik gegeben. Die Delmenhorster Bürgermeisterin Antje Beilemann, zugleich Beisitzerin im AWO-Vorstand, sagte, Delmenhorst benötige die Wohlfahrtsverbände nötiger denn je. Harald Groth lobte die Bürgermeisterin als das Gesicht der Delmenhorster AWO schlechthin. Groth habe stets „das Beste aus uns heraus geholt“, gab Beilemann das Lob zurück.

CDU-Politikerin bekräftigt gute Zusammenarbeit

Die Delmenhorster CDU-Landtagsabgeordnete Annette Schwarz betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Delmenhorst und der AWO seit vielen Jahren sehr gut verlaufe. Sie strich das Engagement des Kreisverbands in der Tagespflege und der Kinderbetreuung heraus. Zudem lobte Schwarz die gut 50 ehrenamtlichen Mitarbeiter der hiesigen AWO: „Delmenhorst gewinnt durch die vielen Ehrenamtlichen der Wohlfahrtsverbände“, so Schwarz.

Freude auf das 70. AWO-Jubiläum

In das gleiche Horn stieß auch die Delmenhorster SPD-Vorsitzende Gabi Baumgart. Sie erinnerte an die sozialdemokratischen Ursprünge des Wohlfahrtsverbands. Den AWO-Kreisverband charakterisierte sie als „einen der größten Träger sozialer Arbeit in Delmenhorst“. Schon jetzt freue sie sich auf das kommende Jahr, wenn der Verband sein 70-jähriges Bestehen feiern werde.