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Aber Männeranteil unter Landesschnitt Mehr Väter beziehen in Delmenhorst und umzu Elterngeld

Von Sonia Voigt | 20.01.2019, 18:21 Uhr

Delmenhorst/ Landkreis Oldenburg Die Zahl der Väter, die nach der Geburt eines Kindes bei der Arbeit kürzertreten, steigt auch in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg weiter. Sie bleibt aber unter dem Landesdurchschnitt.

Besonders Delmenhorst liegt allerdings beim Anteil der Männer am Elterngeld unter dem Landesschnitt. Das zeigt eine Auswertung der Krankenkasse IKK classic von Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Väteranteil in Delmenhorst steigt

1685 Menschen bezogen 2017 in Delmenhorst Elterngeld, darunter 309 Väter. Der Männeranteil lag somit bei 18,3 Prozent. 2016 waren von 1523 Elterngeldbeziehern 250 Väter, ihr Anteil betrug also 16,4 Prozent. Der Väteranteil am Elterngeldbezug sei so „zwar gestiegen, aber deutlich niedriger als der Landesdurchschnitt“, sagt Markus Schrader, Regionalgeschäftsführer der IKK classic.

Denn niedersachsenweit waren 2017 21,5 Prozent der Elterngeldbezieher Väter. Den höchsten Väteranteil verzeichnete Braunschweig (28,1 Prozent), den niedrigsten der Landkreis Wesermarsch (12,6 Prozent).

Landkreis Oldenburg liegt näher am Landesschnitt

Der Landkreis Oldenburg lag mit 20,7 Prozent Väteranteil am Elterngeldbezug nah am Landesschnitt. Insgesamt erhielten hier 2017 2800 Menschen Elterngeld, darunter 580 Väter. 2016 waren es 2463 Elterngeldempfänger, darunter 540 Väter – also 21,9 Prozent.

72,7 Prozent der Väter mit Elterngeld beziehen die Leistung für zwei Monate. Basiselterngeld gibt es ein Jahr lang. Wenn beide Elternteile die Leistung – für mindestens zwei und bis zu zwölf Monate – beantragen, sind es 14 Monate.

Fast jeder dritte Vater arbeitet in Teilzeit weiter

Wie die Stadt Delmenhorst kürzlich auf Nachfrage mitteilte, steigt der Väteranteil gerade beim Elterngeld-Plus, das bis zu zwei Jahre lang halbierte Leistungen vorsieht und Teilzeitarbeit nebenbei erleichtert. Laut Stadt arbeitete vor Ort 2017 fast jeder dritte Vater in Teilzeit weiter.