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Abriss in Delmenhorst Letzter Abschnitt des City-Parkhauses kurz vor dem Fall

Von Frederik Grabbe | 09.06.2017, 09:43 Uhr

Wer dieser Tage entlang des Stadtgrabens spaziert, der weiß: Lange braucht es nicht mehr, bis das alte City-Parkhaus dem Erdboden gleichgemacht ist. Ein letzter Klotz am Rande der Hundewiese ist als Rest der Hochgarage verblieben.

Wie im Kriegsgebiet sieht es auf der Nordseite der Westdelme aus. Die Scheren der Bagger haben nach den vergangenen Wochen auf der 80 mal 35 Meter großen Fläche einen schwer angefressenen Betonklotz hinterlassen. Schutt und Stahl-Schrott säumen die übrige Fläche. Einzig intakter Bau auf dem Gelände: der alte Übergang über den Delme-Zufluss in Richtung Hans-Böckler-Platz. 430.000 Euro kostet der Abbruch insgesamt. An gleicher Stelle soll bis Sommer 2019 ein neues Parkhaus mit 620 Plätzen entstehen.

Teil des modernen Städtebaus in den 70er Jahren

Das 1973 gebaute City-Parkhaus war seinerzeit Teil einer buchstäblich höher strebenden innerstädtischer Bauplanung in den 60er und 70er Jahren. „Keinen Vergleich mit anderen Städten gleicher Größe“ brauche die Stadt zu scheuen, schrieb das Delmenhorster Kreisblatt damals über den Beton-Kasten. Ende 2013 wurden im Stahl des Parkhauses schere Korrosionsschäden aufgefunden. Stück für Stück musste die betreibende Parkhausgesellschaft Parkplätze sperren. Auch mit Sperrungen betrug die Auslastung laut Stadtwerke-Chef Hans-Ulrich Salmen nur 40 Prozent, wie er damals gegenüber dem dk sagte.

 (Weiterlesen: Stadt listet 1188 Parkplätze in Delmenhorst auf)