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Abriss laut Stadt zeitnah Delmenhorster Hertie-Parkhaus soll schnell fallen

Von Michael Korn | 16.03.2016, 17:54 Uhr

Das zur Delmenhorster Hertie-Ruine gehörende, ebenfalls baufällige Parkhaus soll schnellstmöglich abgerissen werden. Das hat am Mittwoch, 16. März 2016, Oberbürgermeister Axel Jahnz auf dk-Nachfrage angekündigt.

Das baufällige, geschlossene Parkhaus von ehemals Hertie beziehungsweise Karstadt in Delmenhorst soll so schnell wie möglich abgerissen werden. Das kündigte am Mittwoch, 16. März 2016, Oberbürgermeister Axel Jahnz, auf dk-Anfrage an. Der Abbruch erfolge unabhängig davon, ob die angrenzende Kaufhaus-Ruine als Wohn- und Geschäftshaus instand gesetzt wird oder nicht.

Jahnz hält neues Parkhaus für machbar

Jahnz bekräftigte, er habe sich von dem maroden und nicht mehr zu sanierenden Zustand der Hochgarage mit 275 Plätzen überzeugt. Der Investor, der dieses Gebäude und die Kaufhaus-Immobilie erworben habe sei laut Umbauvertrag mit der Stadt für den Abbruch zuständig. Auch die Kontroverse um eine mögliche neue Parkpalette auf dem Parkplatz Am Vorwerk habe keinen Einfluss auf die Abbruchentscheidung. Jahnz hält einen dortigen, von Anwohnern abgelehnten Neubau unterdessen für städtebaulich und verkehrlich integrierbar. Auf der Fläche zwischen Kirch-, Bebel- und Schulstraße ist laut Jahnz beispielsweise eine hochwertige Wohnnutzung denkbar wie sie sich im benachbarten Selve-Haus etabliert hat.

Schub bei Mietersuche

In Kürze soll es ferner mit dem Investor DIH ein Strategiegespräch über das weitere Vorgehen bei der Kaufhaus-Ruine geben. Jahnz ist überzeugt, dass der vom Rat beschlossene Umbauvertrag „etwas Greifbares“ für interessierte Mieter geschaffen habe. Es gebe nun eine eindeutige Fördergrundlage und Verhandlungssicherheit. Der OB ist überzeugt, dass dies einen Schub bei der Mieterakquise auslöse.

 Mit dem Umbauvertrag für den Hertie-Klotz, dessen Instandsetzung rund 14,5 Millionen Euro kosten soll, hat der Rat eine Subvention von 5,5 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Die Stadt gibt rund ein Drittel dieser Fördermittel dazu.