Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Ärger in Tempo-30-Zone Huckel auf Straße Varreler Feld erhitzt Gemüter

Von Dirk Hamm | 14.04.2015, 20:36 Uhr

Die Aufpflasterung in der Tempo-30-Zone an der Kita Varreler Feld erscheint vielen deplatziert. Die Gemeinde Stuhr kommt den Kritikern einen Schritt entgegen.

Er soll zur Verkehrsberuhigung dienen und lässt zugleich bei manchem Verkehrsteilnehmer die Zornesader schwillen: Wer den Ende vergangenen Jahres auf der Straße Varreler Feld nahe der Kindertagesstätte quer über die gesamte Fahrbahn angelegten „Huckel“ missachtet und zu schnell überfährt, wird kräftig durchgerüttelt. Viele Verkehrsteilnehmer vermissen ein Schild, das auf die absichtliche Fahrbahnunebenheit hinweist und kritisieren die Platzierung der Aufpflasterung: In Richtung Moordeich fahrend, ist die Kita längst passiert, wenn der kleine Hügel kommt, während gut sichtbar drei Schilder das Ende der Tempo-30-Zone, den Ortsausgang und eine erlaubte Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern signalisieren – und so manchen Fahrer zum verfrühten Beschleunigen verführen.

Entsprechende Hinweise sind zuletzt nach einem Unfall, bei dem beim Überfahren der Aufpflasterung die Ölwanne eines Wagens beschädigt wurde und sich eine anderthalb Kilometer lange Ölspur bildete, wieder häufiger bei der Gemeinde eingegangen. Dies teilte Michaela Schierenbeck, Fachdienstleiterin Verkehr und Feuerwehr, auf Nachfrage mit. Nach einer Ortsbegehung sei jetzt entschieden worden, in einem Punkt zu reagieren: Im Bereich zwischen der Kita und der Aufpflasterung werde die Fahrbahn mit dem Piktogramm „30“ markiert. „Wir satteln da nach, um ganz deutlich zu machen: An der Stelle gilt noch Tempo 30“, erläuterte Schierenbeck.

„Die verwendeten Rampensteine sind genormt“

Ansonsten sieht die Fachdienstleiterin keinen Handlungsbedarf, etwa in Form eines zusätzlichen Schildes: „In einer Tempo-30-Zone ist es nicht üblich, dass ein Hinweisschild an einer Aufpflasterung angebracht wird. Und daran, dass Sie in einem geraden Streckenverlauf in der Sichtachse ein Tempo-70-Schild sehen, können Sie nichts ändern.“

Dass der Verkehrsberuhigungshügel möglicherweise zu hoch und zu steil angelegt sei, wie auch kritisiert wurde, weist Benno Arens vom Fachdienst Hoch-, Tief- und Landschaftsbau der Gemeinde zurück: „Die verwendeten Rampensteine sind genormt. Es handelt sich um die gleiche Bauart wie an der Schulstraße und an der Kreuzung Varreler Feld/Meenheit, wo es keine kritischen Reaktionen gegeben hat.“