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Aktionstag in Delmenhorst „Tag der Helfer“: Retter üben das Schreckensszenario

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 06.05.2017, 14:20 Uhr

Der „Tag der Helfer“ bietet am Sonntag wieder Hilfsorganisationen aus Delmenhorst ein Podium für ihre Arbeit. Hautnah spüren die Besucher, was es heißt, zu retten, wenn es drauf ankommt.

Ihr Einsatz ist eine Verkehrskatastrophe, ihr Auftrag lautet Retten, ihr Gegner ist die Zeit: Delmenhorster Feuerwehr, Rettungskräfte und weitere Helfer betreten am Sonntag die Bühne der Unfallrettung vor hunderten Zuschauern. Die Großübung an der Divarena ist der Höhepunkt beim diesjährigen „Tag der Helfer“ am Sonntag an der Divarena.

Um 12 Uhr bietet sich den Besuchern das Schreckensszenario: Ein Linienbus kracht mit einem Auto zusammen, Menschen sind eingeklemmt, Passagiere schwer verletzt. Rettungskräfte eilen herbei und versorgen die Verletzten. Bei der Einsatzsimulation möchten die mitwirkenden Hilfsorganisationen in diesem Jahr den Besuchern besonders die Verkettung und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Helfern darstellen.

Das Retten erlebbar gemacht

„Zuschauen ist ausdrücklich erwünscht“, teilen die Veranstalter mit, „damit kein Zuschauer auch Details des Einsatzes verpasst, wird das Szenario mit mehreren Kameras auf eine Großbild-Leinwand übertragen.“ Zum fünften Mal wird der Einsatz der Lebensretter aus Delmenhorst mit einem Aktionstag gewürdigt, zu dem der Nachrichtendienstleiter Nonstopnews von 11 bis 17 Uhr lädt.

Gleichzeitig bietet der Tag über 40 verschiedenen Organisationen und Ausstellern ein Forum, in dem sie ihre tägliche Arbeit den Menschen darstellen können. Fachvorträge und Filmsequenzen geben im Saal der Divarena einen theoretischen Blick auf die Arbeit der Retter, um den Besuchern das Retten wirklich erlebbar zu machen, warten die Organisationen im Außenbereich mit plastischen Darstellungen auf.

Besucher gehen an ihre Grenzen

Der Rettungshubschrauber „Christoph Weser“ landet für eine Besichtigung vor der Divarena, das Technische Hilfswerk zeigt ein spezielles Einsatzgerüstsystem und das Bundeswehr-Logistikbataillon bringt Spezialfahrzeuge und Bergepanzer mit. Stündlich führen Rettungshunde das Aufspüren von Vermissten auf einer Aktionsfläche vor. Anhand von historischen Rettungsfahrzeugen kann ein Blick auf das Retten in einer längst vergangenen Zeit geworfen werden.

Ein besonderer Augenmerk fällt in diesem Jahr der Präventionsarbeit zu: „Besucher können im Freigelände ihre eigenen Grenzbereiche erleben“, erklären die Veranstalter. Ein Aufprall- und ein Fahrsimulator sollen die Besucher eigene Eindrücke gewinnen lassen. Rund um die Ausstellungsplätze haben die Veranstalter ein Programm für Kinder und einen Marktplatz mit verschiedenen Speisen aufgestellt.