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Aktionswoche Aktionswoche in Delmenhorst zum würdevollen Sterben

10.04.2015, 19:58 Uhr

hbehn Delmenhorst. Das Sterben ist Teil des Lebens. Die Aktionswoche vom 18. bis zum 26. April in Delmenhorst stellt den würdevollen Abschied in den Mittelpunkt.

Mit einer Aktionswoche unter dem Thema „Sterben in Würde“ beteiligen sich die katholische Gemeinde St. Marien in Kooperation mit dem evangelischen Kirchenverband Delmenhorst und den örtlichen Krankenhäusern an der bundesweiten ökumenischen „Woche für das Leben“. In der Zeit zwischen dem 18. und dem 26. April gibt es in der Stadt neben einer Podiumsdiskussion auch eine Ausstellung, eine Meditation einen Filmabend sowie einen Gottesdienst und eine Lesung.

„Vor dem Hintergrund des Flugzeugabsturzes, brutaler Terroranschläge und Tötungen in Syrien, aber auch angesichts der bedrückenden Situation nach den Taten des ehemaligen Krankenpfleger Niels H. wollen wir ein Sterben in Würde in den Mittelpunkt rücken“, sagt Pfarrer Hubert von der Heide. Er hat die Aktionswoche vor Ort initiiert. Obwohl des Sterben zum Leben gehört, sei es für viele Menschen immer noch ein Tabuthema. „Wir wollen es daher in die Öffentlichkeit tragen“, erklärt Pastor Dr. Enno Konukiewitz, Vorsitzender des evangelischen Kirchenverbandes Delmenhorst.

Der Blick solle sich dabei auf den würdevollen Abschied richten, unterstreicht Dr. Ales Stanek, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Palliativmedizin und Schmerztherapie am Klinikum sowie Vorsitzender der Landesvertretung Niedersachsen/Bremen in der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. „Jeder Mensch hat ein Recht auf Sterben unter würdigen Bedingungen, daher ist die öffentliche Hand gefordert, die Voraussetzungen zu schaffen“, sagt Stanek. Wie die anderen Initiatoren hofft auch er daher darauf, dass die Aktionswoche auf großes Interesse in der Bevölkerung stößt und Kreise zieht.

Das Programm: Samstag, 18. April, 10 bis 14 Uhr: „Würdevoller Abschied“, Ausstellung rund um das Thema „Sterben in Würde“, Markthalle Delmenhorst.

Montag: 20. April, 19 Uhr: „Sterben in Würde – auch bei uns?!“, Podiumsdiskussion mit Oberbürgermeister Axel Jahnz, Pastorin Dietgard Demetriades, Dr. Ales Stanek, Linda Bahr, Carola Papstein und Hanneli Kuznik, Moderation: Hans-Heinrich Obuch, Markthalle.

Dienstag, 21. April, 18 Uhr; „Dem Tod in Würde begegnen“, geleitete Meditation mit Hildegard Schumacher, Gemeindehaus Allerheiligen, Wildeshauser Straße 23.

Donnerstag, 23. April, 19 Uhr: „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“, Filmabend zum Thema „Sterben in Würde“, Gemeindehaus St. Marien, Louisenstraße 30.

Samstag, 25. April, 17 Uhr: „Meine Zeit steht in Deinen Händen“, ökumenischer Gottesdienst mit Weihbischof Heinrich Timmerevers, Kreispfarrer Bertram Althausen und anderen, St.-Marien-Kirche, Louisenstraße 30.

Sonntag, 26. April, 16 Uhr: „Tod, wo ist dein Stachel?“, Lesung an verschiedenen Stationen mit Künstler Johannes Mitternacht, Eingangstror des katholischen Friedhofs, Oldenburger Landstraße 32.