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Aktionswoche in Delmenhorst Tod steht im Mittelpunkt der „Woche des Lebens“

Von Dirk Hamm | 19.04.2015, 19:33 Uhr

Die ökumenische „Woche für das Leben“ befasst sich diesmal mit dem Thema Tod. Über die Möglichkeiten des Sterbens in Würde informierte eine Ausstellung in der Markthalle.

Kinder bringen die Dinge meist ganz offen auf den Punkt. Auch zum Thema Sterben, wie in diesem kurzen Text eines Grundschülers: „Tod! Nicht schön. Mag dich so. Will dich nicht verlieren. Schade.“ Zum Nachdenken regten diese Zeilen ebenso wie andere Texte und Zeichnungen von Schülern der drei hiesigen katholischen Grundschulen am Samstag in der Markthalle an. Dorthin hatten die katholische St.-Marien-Gemeinde und der evangelisch-lutherische Kirchenverband Delmenhorst zum Auftakt der „Woche für das Leben“ 2015 eingeladen.

Es geht um das Sterben in Würde

Bundesweit wollen katholische und evangelische Christen in dieser Woche die Möglichkeiten des Sterbens in Würde in den Vordergrund rücken. „Der Tod gehört zum Leben dazu. Aber für viele ist es noch immer das größte Tabuthema ihres Lebens“, meint dazu Regina Logemann, Pflege-Geschäftsführerin der Diakonie-Sozialstationen im Oldenburger Land. Die Diakonie informierte an ihrem Stand in der Markthalle über die ambulante Palliativpflege. Im Rund des Gebäudes standen außerdem der Caritasverband Delmenhorst, der Hospizdienst Delmenhorst, das Laurentius-Hospiz Falkenburg, der ambulante Hospizkreis Ganderkesee, die Palliativstation des Klinikums Delmenhorst und der Palliativstützpunkt Landkreis Oldenburg und Delmenhorst zu Gesprächen bereit. Alle diese Institutionen haben sich zu einem Netzwerk verbunden, das laut Koordinator Udo Baramsky eine ganzheitliche ärztliche, pflegerische und spirituelle Unterstützung für unheilbar Kranke möglichst lange in häuslicher Umgebung gewährleistet.