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Am Amtsgericht verurteilt Delmenhorster hat 12.000 Euro mit Drogen verdient

Von Ole Rosenbohm | 13.12.2018, 08:17 Uhr

Ein Delmenhorster hat mit dem Verkauf von Marihuana in wenigen Monaten viel Geld verdient. Das muss er nun rausrücken und außerdem Strafe zahlen. Bei weiteren Vergehen muss er ins Gefängnis.

Offenbar einen recht lukrativen Nebenverdienst hat ein heute 25-jähriger Delmenhorster vor drei Jahren betrieben. Dem Mann wies ein Schöffengericht des Amtsgerichtes Delmenhorst jetzt in einer Verhandlung den Besitz und den unerlaubten Handel von einem Kilo Marihuana nach. Knapp kam der Angeklagte dabei um eine Haftstrafe herum: Das Gericht verurteilte ihn zu einem Jahr und elf Monaten Gefängnis auf Bewährung. Zudem verfügte das Gericht eine an eine gemeinnützige Organisation zu zahlende Geldauflage von 5000 Euro und die Einziehung von 12.000 Euro. So viel Geld soll der 25-Jährige damals mit dem Cannabishandel eingenommen haben.

Knapp an Gefängnisstrafe vorbei gegangen

Mit einer Haftstrafe von über zwei Jahren wäre eine Bewährung ausgeschlossen gewesen. Unter der Grenze blieb der Angeklagte auch wegen seines die Anklage in wesentlichen Punkten bestätigenden Geständnisses. Verurteilt wurde er letztlich wegen gewerbsmäßigen Handeltreibens dreimal in nicht geringer Menge sowie in weiteren 28 Fällen. Von einer nicht geringen Menge wird gesprochen, wenn im Cannabis mehr als 7,5 Gramm des Wirkstoffes Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten ist. Je nach Qualität sind das in der Regel zwischen 50 und 150 Gramm Cannabis. Der Strafrahmen für unerlaubten Handel in nicht geringer Menge beginnt bei einem Jahr Gefängnis.

Durchsuchung beendete Verkauf

Das Gericht wies dem 25-Jährigen nach, fast das gesamte Jahr 2015 – von Anfang Januar bis in den Oktober hinein – Gras verkauft zu haben. Meist soll er, sagte Gerichtssprecher Thomas Pünjer, größere Mengen abgegeben haben – mal 25, mal 50 Gramm. Lange hatten ihn die Ermittler beobachtet, eine Durchsuchung beendete wohl den Verkauf. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre.