Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Am Rande der Erschöpfung Delmenhorster Polizei rettet Entenfamilie aus Pool

Von Frederik Grabbe | 24.04.2018, 19:53 Uhr

Ungewöhnlicher Einsatz für die Delmenhorster Polizei: Am Montagnachmittag haben sich die Beamten auf einen Rettungseinsatz begeben, bei dem eine Entenmutter mitsamt ihrer zwölf Küken gewissermaßen in „Seenot“ geraten war.

Die Vogelfamilie schwamm in einem Swimming-Pool an der Försterstraße. Allerdings drohten die Enten zu ertrinken, „sie waren am Rande der Erschöpfung“, sagte eine Polizeisprecherin.

Nachbar sieht Enten in Not

Ein 55 Jahre alter Nachbar hatte die Polizisten informiert, die die Enten schließlich retteten. Die Ente sei mit ihrem Nachwuchs in einem nur halb gefüllten Pool geschwommen, hieß es bei Facebook. Eine Möglichkeit, das Becken ohne Hilfe zu verlassen, habe es nicht gegeben. Die Entenmutter ist im Viertel offenbar bekannt: Mit ihren Küken sei „Erna“ schon im eigenen Pool geschwommen.

Tierschutzverein gibt Tipps

Weiter werden Besitzer von Schwimmbecken gebeten, eine Holzlatte oder eine Styropor-Platte als Ausstiegshilfe in den Pool zu legen, damit Enten wieder hinausfinden. Darum bittet auch der Delmenhorster Tierschutzverein am Schillbrok. „Entweder man baut mit einem Brett eine Art Steg oder man deckt den Pool ab, um die Tiere wie Enten, Marder oder auch Katzen zu schützen“, rät Vereinssprecher Marc van der Velde.

Glückliches Ende für Entenfamilie

Im Fall der gewasserten Vogelfamilie an der Försterstraße ging am Ende zum Glück alles gut aus – oder wie die Polizei schreibt: „Ente gut, alles gut“.