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Am Wollepark 11/12 Immer mehr Mieter verlassen Delmenhorsts Problemblöcke

Von Marco Julius | 04.07.2017, 21:02 Uhr

Die Zahl der gemeldeten Bewohner in den Blöcken Am Wollepark 11/12 ist bereits von 325 auf jetzt 250 gesunken, die Tendenz hält an.

Seit Montag überwacht – wie berichtet – ein Sicherheitsdienst im Auftrag der Stadt die Blöcke Am Wollepark 11 und 12. Aus Brandschutzgründen, aber nicht zuletzt auch deshalb, weil sich zunehmend Vandalismus ausbreite. Unterdessen verlassen immer mehr Menschen dauerhaft die Blöcke, wie Oberbürgermeister Axel Jahnz auf Nachfrage bestätigt. Vor Beginn der Gas- und Wassersperre waren laut Jahnz 325 Mieter in den beiden Blöcken gemeldet. Dazu sei eine hohe Zahl von Menschen gekommen, die dort zwar lebten, aber nicht gemeldet waren. „Stand jetzt sind dort noch 250 Menschen offiziell gemeldet. Und die Zahl in der Grauzone reduziert sich sehr sehr stark“, berichtet Jahnz. Das sei auch in der regelmäßig tagenden Stabssitzung thematisiert worden.

„Erfolg gibt uns recht“

Der Oberbürgermeister sieht darin kleine Fortschritte und Botschaften. „Es tut sich was. Der Erfolg gibt uns recht“, sagt Jahnz. Mit dem laufenden Abriß der Blöcke 1-5 werde die soziale Kontrolle noch einmal verstärkt, weil die Gebäude 11 und 12 dann noch besser einsehbar seien.

Das Kaufangebot der Stadt für die Wohnungen bestehe nach wie vor. „Wer als Mieter ausziehen möchte und eine Wohnung sucht, kann bei uns Unterstützung bekommen“, sagt der Rathaus-Chef.

„Maßnahmen zeigen Wirkung“

„Aus Jahnz‘ Sicht zeigt das Maßnahmenpaket in seiner Gesamtheit Wirkung: „Die Situation hat sich im Vergleich zu vor 2,5 Jahren deutlich verbessert.“ Ziel sei es weiterhin, die noch immer ausstehenden Rechnungen für Gas- und Wasser bezahlt zu bekommen. „Die Stadtwerkegruppe steigt jetzt in die Vollstreckung ein“, betont Jahnz.

Die Stadt hat – wie berichtet– zudem eine Firma beauftragt, Sperrmüll aus den Gebäuden zu beseitigen, der unzulässige Brandlasten darstelle. Auch diese Kosten werden den Eigentümern auferlegt. „Der bauliche Zustand habe sich durch Vandalismus – die Stadt berichtet auch davon, dass leer stehende Wohnungen aufgebrochen worden seien – in den vergangenen Tagen weiter verschlechtert. Die Eigentümer sollen nun erklären, wie sie die Situation ändern wollen, damit eine dauerhafte Nutzung der Wohngebäude aufrechterhalten werden könne.