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An der Oldenburger Straße Inkoop-Neubau in Delmenhorst wird doppelt so groß

Von Thomas Breuer | 04.02.2015, 19:16 Uhr

Zwei Stück von jedem Artikel im Sortiment haben sie bei Inkoop an der Oldenburger Straße jetzt aus den Regalen geholt. Nicht dass es hier ums Überleben wie auf der Arche ginge, wohl aber ums Überlegen.

Denn im Zuge des in Kürze startenden Neubaus zieht der Markt für rund ein Jahr in das benachbarte, seit längerer Zeit verwaiste frühere Aldi-Gebäude. Dort haben sie die Artikel exemplarisch platziert, um zu sehen, ob und wie das ganze Sortiment in der Zeit des Übergangs präsentiert werden kann. Inzwischen weiß Geschäftsführer Bernd Oetken: „Wir müssen ein bisschen abspecken, kriegen aber fast alles unter.“

Ab dem kommenden Montag werden Waren in das Behelfsdomizil eingeräumt, das ab Montag, 23. Februar Anlaufpunkt für die Kunden sein soll. Am Samstag, 21. Februar, öffnet der rund 40 Jahre alte Inkoop-Markt zum letzten Mal – und dann geht es zur Sache.

Erst wird das alte Geschäftsgebäude weichen, im Anschluss werden sich die Bagger einen zur Brauenkamper Straße zeigenden Wohnblock greifen, bevor der alte Getränkemarkt verschwindet. Auf dem dann freien Gelände soll die neue, von einem Investor finanzierte Immobilie entstehen: der erste Inkoop-Markt mit einem begrünten Dach. Ein Wechsel an einen anderen als den etablierten Standort stand nicht zur Debatte.

Zusammen mit dem Getränkemarkt beträgt die alte Fläche etwa 1100 Quadratmeter. Der Neubau soll 1800 Quadratmeter bieten, dazu kommen 550 Quadratmeter im alten Aldi-Markt, der sich dauerhaft zum Getränkemarkt wandelt. Eine dort nicht genutzte Restfläche soll vermietet werden.

Im ersten Quartal 2016, näher an Ostern als am Jahresanfang, werden sich die Türen des Neubaus voraussichtlich öffnen. Das ist später als ursprünglich geplant. Doch weil ein Neubau entsteht, erlischt der Bestandsschutz, und es waren etliche behördliche Auflagen zu erfüllen – vor allem beim Lärmschutz für die Anwohner des angrenzenden Wohngebiets.

Integriert werden wie bisher die Fleischerei Müller, Mühlbachs Backstube, ein Blumen- und ein Post-Shop sowie ein Bistro. Dem eigentlichen Verbrauchermarkt vorgelagert wird künftig ein Presse-Shop, wie er auch an einigen anderen der insgesamt neun Inkoop-Standorte üblich ist.

Die neue Immobilie baut konzeptionell auf dem bislang jüngsten Inkoop-Gebäude auf, das in Ganderkesee errichtet wurde. Ganderkeseer Einflüsse bestimmen auch die Übergangszeit im einstigen Aldi-Gebäude. Dort behelfen sie sich mit dem alten Inventar aus dem Markt in der Nachbargemeinde.

Oetken und sein Marktleiter an der Oldenburger Straße, Udo Brand, sind froh und stolz, dass Aufteilung und Laufwege in der Übergangsbleibe den Kundengewohnheiten entsprechen. Jetzt hoffen sie, dass die Kundschaft dem Unternehmen auch während der Bauzeit treu bleibt.