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Andrang in Fitnessstudios – Anfragen bei Freiwilligenagentur Neujahrsvorsätze: In Delmenhorst vielerorts schon spürbar

Von Jens Gehrke | 03.01.2015, 10:39 Uhr

Viele Delmenhorster sind mit guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet. Das spüren schon jetzt die Fitnessstudios, Sportvereine und Supermärkte. Auch die Freiwilligenagentur profitiert.

Die guten Neujahrsvorsätze der Delmenhorster schlagen sich bereits nieder: Es wird gesünder eingekauft und mehr Sport getrieben. Im Fitnessstudio Easy Fitness am Hasporter Damm haben gestern besonders viele Kunden Gewichte gestemmt und Kilometer auf den Laufbändern zurückgelegt. „Das ist Anfang Januar immer so“, sagt Paul Fricke, der stellvertretende Club-Manager.

Fitnessinteressierte aller Altersgruppen strömten nach den Feiertagen in das Fitnessstudio, wichtig sei es nun, die Motivation hochzuhalten. „Es ist wichtig, sich realistische und motivierende Ziele zu setzen“, sagt Fricke. Wer etwa 20 Kilogramm Gewicht in einem Vierteljahr verlieren wolle, dem müsse etwas der Wind aus den Segeln genommen werden. Fricke will den Kunden dabei helfen, dass sie ihre Vorsätze auch gut umsetzen können und ihnen nicht im Februar oder März die Puste ausgeht.

Beim Sportverein DTV heißt es, man spüre diese Neujahrsvorsätze erst später, wenn etwa im Februar die Kursangebote beginnen. Zumba, Bokwa oder Zumba Gold lägen weiterhin im Trend. Die DTV-Vorsitzende Kerstin Frohburg rät Sportinteressierten dazu, langsam einzusteigen und nicht auf kurzfristige Effekte zu schielen. „Wichtig ist, dass Sport gut in den Alltag integriert wird“, sagt Frohburg. Man müsse für die Termine auch wirklich Zeit haben.

Mannschaftssportarten haben laut Frohburg den Vorteil, dass Mitspieler einen motivieren, weiterzumachen und bei der Stange zu bleiben. Die perfekte Einstiegssportart für diejenigen, die sich vorgenommen haben, sich wieder zu bewegen, gebe es allerdings nicht. „Das ist typenabhängig“, sagt Frohburg. Richtig sei aber in jedem Fall, überhaupt Sport zu treiben.

Die Neujahrsvorsätze beziehen sich traditionell nicht nur auf den Sportbereich. Viele Delmenhorster nehmen sich auch vor, sich gesünder zu ernähren. In den Inkoop-Supermärkten kreisten viele Gespräche der Kunden um leichte und kalorienarme Kost, berichtete Geschäftsführer Bernd Oetken. Man könne zwar nicht genau messen, ob mehr Gemüse und weniger Süßigkeiten in den Einkaufstaschen landeten, aber die Stimmung deute darauf hin. Wer sich im Fitnessstudio anmelde, starte meist auch mit einem neuen Ernährungsplan oder fange an, die Kalorientabellen auf den Lebensmitteln zu studieren.

Dass viele Menschen zu Jahresbeginn auf die Ernährung achten, liegt laut Oetken aber nicht nur an den Neujahrsvorsätzen. So suchten die Kunden nach oft reichhaltigen Adventswochen und Weihnachtsfeiertagen auch wieder nach Abwechselung. Zudem gebe es unabhängig von guten Vorsätzen den Trend, dass die Kunden immer genauer auf ihre Ernährung achteten. So seien gluten- und laktosefreie Lebensmittel im Trend.

Ein weiterer Neujahrsvorsatz: Das Ziel, sich ehrenamtlich zu engagieren. Und tatsächlich rechnet Jürgen Schulz, Vorstandsvorsitzender der Delmenhorster Bürgerstiftung, damit, dass die Anfragen von Ehrenamtlichen in den nächsten Tagen und Wochen steigen. Die Bürgerstiftung betreibt eine Freiwilligenagentur. Zurzeit werden in vielen Bereichen Freiwillige gesucht. Zum Beispiel werden Lesepaten gebraucht, die Kindern aus der 2. bis 5. Klasse vorlesen. Oder Mathepaten, die mit Schulkindern das Rechnen üben. Wer sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit interessiert, bekommt von der Bürgerstiftung nach einem Beratungsgespräch Vorschläge. Wer sich engagieren wolle, werde langsam an die Aufgabe herangeführt. Lesepaten bräuchten zum Beispiel nicht mehr als eine Schulstunde pro Woche Zeit investieren. Interessierten können sich von montags bis freitags zwischen 10 und 12 Uhr unter Telefon (04221) 6851681 melden. Vorkenntnisse seien nicht erforderlich, nur Freude am Umgang mit Menschen.

Nicht zuletzt nehmen sich auch viele Menschen vor, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Dieser Vorsatz wird offenbar besonders an den verbleibenden Ferientagen im Maxx-Kino umgesetzt. Geschäftsführer Joachim Schumacher meldete volle Säle, Filme wie der Hobbit, Honig im Kopf oder Bibi und Tina zögen viele Familien an.