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Anklage wegen Totschlags Delmenhorster sollen Mann umgebracht haben

Von Marco Julius | 06.07.2016, 17:57 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat jetzt wegen des Tatverdachts des gemeinschaftlichen Totschlages Anklage gegen zwei Männer aus Delmenhorst erhoben.

Zwei Männer aus Delmenhorst, die zum Zeitpunkt der angeklagten Tat 18 und 28 Jahre alt waren, sind von der Staatsanwaltschaft Oldenburg jetzt wegen des Tatverdachts des gemeinschaftlichen Totschlages angeklagt worden. Die Jugendstrafkammer des Landgerichts Oldenburg soll sich mit dem Fall beschäftigen. Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, am 14. Februar dieses Jahres in einer Wohnung in Delmenhorst bei einem Trinkgelage gemeinschaftlich einen 54-jährigen Delmenhorster durch mehrere Schläge und Tritte, insbesondere in das Gesicht, verletzt und schließlich getötet zu haben. Der Geschädigte starb laut Staatsanwaltschaft aufgrund stumpfer Gewalteinwirkung gegen seinen Kopf.

Nach der Tat zunächst geflüchtet

Nach der Tat waren beide Angeschuldigte zunächst geflüchtet, konnten jedoch im Laufe der Ermittlungen festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hatte gegen die Tatverdächtigen Untersuchungshaftbefehle erwirkt. Der nunmehr 19-jährige Tatverdächtige befindet sich seit dem 19. Mai und der mittlerweile 29-jährige Tatverdächtige seit dem 1. April in Untersuchungshaft. Das Landgericht Oldenburg hat über die Eröffnung des Hauptverfahrens noch nicht entschieden.

Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren

Der Totschlag wird mit Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren und von bis zu fünfzehn Jahren bestraft. Sofern für den 19-jährigen Angeschuldigten Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen sollte, könnte die Tat mit einem Höchstmaß von zehn Jahren Jugendstrafe geahndet werden, teilt die Staatsanwaltschaft mit.