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Anschlag von Ankara Migranten in Delmenhorst setzen Zeichen gegen Gewalt

Von Frederik Grabbe | 21.02.2016, 17:04 Uhr

Gedenkminute gegen Terror und Hass: Der Runde Tisch Migranten hat am Sonntagnachmittag zu einem Treffen vor und neben der Markthalle aufgerufen. Etwa 100 Menschen versammelten sich zu einer

Es sollte ein Zeichen gegen Gewalt sein, gegen den Terror: Am Sonntagnachmittag haben sich knapp über 100 Menschen vor der Delmenhorster Markthalle versammelt, um gegen die Anschläge von Ankara zu protestieren. Am Mittwoch waren bei einem Angriff auf einen Militärkonvoi 28 Menschen getötet worden. Zu der Versammlung hatte der Runde Tisch Migranten (RTM) in der Stadt Delmenhorst aufgerufen.

Tiefe Trauer, Bestürzen und Entsetzen

„Täglich lesen wir in den Medien etwas über neue Terroranschläge in der Welt. Wir sind bestürzt und entsetzt über die Angriffe in Ankara, in Paris, in Istanbul und in Syrien“, sagte RTM-Sprecher Ahmet Arslan. „Der Anschlag von Ankara hat uns in tiefe Trauer gestürzt. Unser Beileid gilt den Hinterbliebenen, der Türkei und allen, die sich betroffen fühlen.“ Terror habe keinen Platz in einer Religion oder in einer Nation und könne niemals zum Erfolg führen. Man verurteile die Anschläge aufs Schärfste.

Mehr Zusammenhalt in Flüchtlingsdebatte gefordert

Auch zu den Vorkommnissen in Clausnitz äußerte sich Arslan: Diese seien eine „Schande“. Die meisten Flüchtlinge, die nach Deutschland kämen, seien Kriegsflüchtlinge, die Angehörige verloren haben. Ihnen müsse geholfen werden. Arslan dankte vielen Ehrenamtlichen in der Stadt für ihren Einsatz in der Flüchtlingsarbeit und dankte der Politik sowie Oberbürgermeister Axel Jahnz. „Gott sei Dank gibt es in Delmenhorst noch keine Zeltunterkünfte“. Arslan rief in der Flüchtlingsdebatte zu mehr Zusammenhalt auf.

Ratsherr und Vorsitzender des Runden Tisches, Tamer Sert, rief anschließend zu einer Gedenkminute für die Terroropfer von Ankara und weltweit auf.