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Anteile der Leihkräfte insgesamt gering Auch Ärzte auf Honorarbasis im Josef-Hospital Delmenhorst

Von Thomas Breuer | 05.01.2018, 20:10 Uhr

Frank Starp, Ärztlicher Direktor des Josef-Hospitals Delmenhorst (JHD), hat auf Nachfrage präzisiert, in welchem Umfang das Krankenhaus derzeit Honorar- und Leihkräfte einsetzt.

Demnach füllen sie im laufenden Monat umgerechnet 5,25 Vollzeitstellen aus. 3,25 davon entfielen auf den Ärztlichen Dienst, die weiteren zwei auf den Pflegedienst.

Auch auf der Intensivstation tätig

„Die Honorarärzte sind zurzeit in der Inneren Medizin und in der Frauenklinik tätig“, teilt Starp mit. „Die Ärzte der Inneren Medizin werden im Rahmen der Dienstplanung zeitweise auch auf der Intensivstation eingesetzt.“ Insgesamt liege der Anteil der Honorarärzte bei weniger als fünf Prozent des gesamten Ärztlichen Dienstes aller Stationen.

Die Leihkräfte im Pflegedienst werden laut Starp auf der Intensivstation eingesetzt. Sie seien in der Regel aus vorherigen Einsätzen mit dem Haus und den Abläufen vertraut und langjährig im Beruf.

Geringer Anteil im Vergleich zu anderen Häusern

Im JHD machen Honorar- und Leiharbeitskräfte nach Aussagen des Ärztlichen Direktors im Vergleich zu anderen Krankenhäusern einen recht geringen Anteil aus. Zu den im Ärztlichen Dienst tätigen Kräften sagt er ausdrücklich: „Sie werden natürlich von unseren erfahrenen Oberärzten und Chefärzten geführt und angeleitet.“

Dass das JHD im Pflegebereich in den meisten Bereichen der Pflege ohne Honorarkräfte auskommt, stellt Starp positiv heraus: „Das ist sehr erfreulich, denn die Nachfrage am Markt ist in diesem Bereich sehr groß und viele Kliniken haben Probleme, alle vakanten Stellen zu besetzen.“

„Kollegen spüren den neuen Wind“

Dass viele Beschäftigte in regulären Arbeitsverhältnissen auch in der aktuellen Insolvenzphase zum JHD stehen, zeigt aus seiner Sicht, dass „die Kollegen den neuen Wind spüren und an die Zukunft des Klinikums glauben“. Starp sagt weiter: „So gibt es Mitarbeiter, die bereits gekündigt und inzwischen um eine Rücknahme der Kündigung gebeten haben. Das freut mich natürlich sehr.“

Viele Honorarkräfte sind mit dem Haus vertraut

Bei den Honorar- und Leiharbeitskräften werde generell auf Kontinuität geachtet. „Viele dieser Honorarkräfte sind über Monate oder immer wieder bei uns tätig und kennen das Haus und unsere Abläufe daher ebenso gut wie ihre festangestellten Kollegen“, so Starp. Sei dies nicht der Fall, werde bei der Gestaltung des Dienstplanes darauf geachtet, „dass ein erfahrener Kollege in der ersten Zeit unterstützend an der Seite der neuen Kräfte steht und ihnen die Eingewöhnung erleichtert.“