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Antrag bei EU-Förderprogramm NABU will Kreuzkröte an Ochtum besser schützen

Von Frederik Grabbe | 18.08.2015, 09:32 Uhr

Die NABU-Gruppe Stedingen möchte auf dem Ochtumer Sand verstärkt die Kreuzkröte schützen. Dabei soll ein Umwelt-Programm der EU helfen.

Kreuzkröten auf dem Ochtumer Sand sollen ein neues altes Zuhause erhalten. Dafür möchte sich die NABU-Gruppe Stedingen im Bezirk Oldenburger Land einsetzen. Eine 30000 Quadratmeter große Teilfläche auf dem Areal, das auch Standort einiger Delmenhorster Vereinshäuser ist, soll dem Schutz der Krötenart dienlich sein. Möglich soll dies durch ein EU-Umweltprogramm werden.

Versandet, überwuchert, krötenfeindlich

Die Fläche gelte zwar jetzt schon als Kompensationsfläche, die dem Schutz von Kreuzkröten zugedacht ist, so Ortsgruppenleiter Helmut Drebing, „doch die ursprünglich angelegten sechs Tümpel gibt es teilweise nicht mehr. Über die Jahre sind sie teilweise versandet und überwuchert, weil sie nicht weiter betreut worden sind.“ Die Folge: Ein Habitat für die Kreuzkröte, die beim Land Bremen und in Niedersachsen auf der Roten Liste für bedrohte Amphibien und Reptilien steht und als stark gefährdet gilt, ist aufgrund von Birken- und Strauchbewuchs nur noch eingeschränkt gegeben.

40000 Euro zum Schutz der Kreuzkröte an der Ochtum

Darum haben die Naturschützer einen Antrag beim Land Niedersachsen gestellt, um über das EU-Umwelt-Förderprogramm LIFE Gelder zu beantragen, das sogenannte Atlantische Sandlandschaften erhalten will. Rund 40000 Euro müssten laut Drebing fließen, damit sich vermehrt Kreuzkröten auf dem Ochtumer Sand ansiedeln. Die Krötenart bevorzuge lockere, sandige Böden und vegetationsfreie Flächen, so der NABU auf seiner Internetseite. Nach Vorstellung der Ortsgruppe müssen dazu versandete Tümpel ausgehoben, Bewuchs entfernt und Sand freigelegt werden. Drebing betont, dass die Fläche allen zugänglich sein soll, also kein Landschaftsschutzgebiet werden soll.