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Anwohner müssen weiter laufen Delmenhorst: Anwohner beklagen lange Wege zum Bus

Von Jan Eric Fiedler | 04.01.2016, 11:39 Uhr

Dass die Delbus Linie 204 nun Arkenau ansteuert, freut einige Fahrgäste. Andere ärgern sich, dass dafür die Haltestelle am Hasporter Damm verlegt wurde. Die Delbus kündigt eine Prüfung an.

260 Meter lang ist die Strecke zwischen der alten Haltestelle Riedeweg und dem neuen Stopp Niedersachsendamm der Linie 204 der Delbus. Diesen Weg müssen Fahrgäste nun auf sich nehmen, wenn sie in Richtung Innenstadt fahren wollen. In Richtung Hasport liegen die alte und die neue Haltestelle rund 130 Meter auseinander.

Dies hat in mehreren Zuschriften von Lesern an das dk für Unmut gesorgt. Gerade für Ältere, die nicht gut zu Fuß sind, sei dies ärgerlich, zumal auch an der neuen Haltestelle Niedersachsendamm kein Wartehäuschen mit Sitzgelegenheiten steht. Im Wohngebiet hinter der Einmündung des Riedewegs in den Hasporter Damm gibt es keine Buslinie. Wer dort mittendrin wohnt, musste schon vorher lange Wege in Kauf nehmen, so die Kritiker.

Vielfach Verspätungen bei alter Route

Hintergrund der Verlegung ist, dass die Linie 204 seit Mitte Dezember auch das Gartencenter Arkenau anfährt und dann über den Niedersachsendamm in Richtung Zurbrüggen fährt. Laut Delbus-Chef Carsten Hoffmann hat die veränderte Route zwei Hauptgründe: Zum einen natürlich der Wunsch vieler Fahrgäste, auch Arkenau per Bus zu erreichen, zum anderen musste der Bus auf der vorherigen Route zweimal durch den viel befahrenen Kreisverkehr am Ende des Hasporter Damms. „Das hat regelmäßig für Verspätungen gesorgt“, berichtet Hoffmann.

Die Kritik an der neuen Route hat auch ihn erreicht. Er gibt zu bedenken, dass die Haltestellen am Riedeweg während der Pendlerzeiten bis 8 Uhr weiterhin bedient werden. Dann sei die Haltestelle auch gut frequentiert. Tagsüber seien dagegen nur wenige Fahrgäste eingestiegen. Auch die Freizeitlinie 216, die außerhalb der Arkenau-Öffnungszeiten verkehrt steuert die Haltestelle Riedeweg noch an.

„Wir schauen, was machbar ist“

Er verspricht aber, dass die neue Regelung keineswegs so in Stein gemeißelt ist: „Wir wissen, dass das eine unangenehme Situation ist. Eine Ad-hoc-Lösung können wir nicht anbieten. Wir schauen aber, was machbar ist.“ Es solle zunächst geschaut werden, wie die Haltestelle bei Arkenau angenommen wird. Gleichzeitig soll nach einer angenehmeren Lösung für die neue Haltestelle Niedersachsendamm gesuchtwerden. Ideen gebe es bereits.