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AOK-Gesundheitsbericht Krankenstand in Delmenhorst leicht gestiegen

Von Marco Julius | 31.03.2016, 12:48 Uhr

Die AOK Niedersachsen hat jetzt ihren Gesundheitsbericht 2015 vorgelegt. In Delmenhorst war ein Beschäftigter demnach 20 Kalendertage arbeitsunfähig.

Der Krankenstand ist der Stadt Delmenhorst leicht gestiegen. Dies geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK Niedersachsen für das Jahr 2015 hervor. Bei einer Quote von 5,5 Prozent war damit ein Beschäftigter im Schnitt 20 Kalendertage arbeitsunfähig. Im Vorjahr lag der Wert bei 5,4 Prozent.

In Uelzen höchster Krankenstand

Innerhalb Niedersachsens spreizt sich der Krankenstand von den Landkreisen Vechta und Wittmund mit jeweils 5,1 Prozent bis zum Landkreis Uelzen als Spitzenreiter mit 6,3 Prozent. Umgerechnet bedeutet dies, dass ein Arbeitnehmer aus Uelzen, verglichen mit einem Arbeitnehmer aus Vechta oder Wittmund, im Schnitt vier zusätzliche Tage krank war. Für den Bericht wurden die ärztlichen Krankschreibungen von 1,2 Millionen AOK-versicherten Niedersachsen berücksichtigt und verglichen. Fehltage ohne Attest sind in der Auswertung allerdings nicht enthalten.

Höchster Krankenstand im Bereich Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung

Den höchsten Krankenstand bei den AOK-Mitgliedern in Delmenhorst hat mit 7,1 Prozent die Branche Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung zu verzeichnen. Der niedrigste Wert war mit 2,4 Prozent im Wirtschaftszweig Banken und Versicherungen festzustellen. Der häufigste Grund für eine Krankschreibung waren Atemwegserkrankungen mit einem Anteil von 21,6 Prozent, gefolgt von Muskel- und Skelett-Erkrankungen (16,8 Prozent), Verdauungsbeschwerden (10,5 Prozent) und Verletzungen (6,9 Prozent). Bei den Atemwegserkrankungen sei es vor allem die klassische Erkältung, die den Krankenstand nach oben treibt, erklärt AOK-Regionaldirektor Jan-Gerd Indorf. Sie sei vor allem in den ersten drei Monaten des Jahres 2015 aufgetreten.

Muskel- und Skeletterkrankungen an der Spitze

Bezogen auf die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage nehmen dagegen Muskel- und Skeletterkrankungen mit 24,1 Prozent den Spitzenplatz ein. Es folgen Atemwege (12 Prozent), Psyche (11,4 Prozent) und Verletzungen (9,8 Prozent).

AOK unterstützt Arbeitgeber

Arbeitgeber, die im Betrieb einen hohen Krankenstand oder ein hohes Durchschnittsalter in der Belegschaft haben, können von der AOK gezielt Unterstützung bekommen. „Denn ein funktionierendes, betriebliches Gesundheitsmanagement kann die Gesundheit der Beschäftigten dauerhaft verbessern und damit Ausfallzeiten vermeiden“, betont Indorf.