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Arbeits- und Ausbildungsmarkt Kammern fordern regionale Strategie für Integration

Von Thomas Breuer | 13.10.2016, 21:35 Uhr

Für die Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung muss eine regionale Strategie entwickelt werden.

Das fordern die drei Oldenburger Wirtschaftskammern – Handwerkskammer Oldenburg, Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie Oldenburgische Industrie- und Handelskammer – in einer gemeinsamen Erklärung. Die hierfür notwendigen Ressourcen müsse das Land Niedersachsen bereitstellen, hieß es bei einem Treffen der Spitzen der Kammern.

Kritik an unterschiedlichen Modellen

Bevor in den nächsten sechs bis zwölf Monaten der Zustrom geflüchteter Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt spürbar ansteige, gehe es derzeit vor allem um den Spracherwerb und das Einschätzen der Kompetenzen jedes Einzelnen. Hier kritisieren die drei Kammern, dass sich derzeit in der Region unterschiedliche Modelle abzeichneten. So beteiligten sich einige Berufsbildende Schulen an dem Modell „Sprint Dual“, andere setzten auf das Modell „Berufsvorbereitungsjahr für Ausländer“ (BVJA).

Beschulung von Flüchtlingen nicht zu Lasten des dualen Systems

Schließlich weisen die Wirtschaftsvertreter darauf hin, dass die zusätzliche Beanspruchung der Berufsbildenden Schulen Ressourcen binde, die bei einer Unterrichtsversorgung von durchschnittlich 88 Prozent schon jetzt deutlich zu gering seien. Es dürfe nicht sein, dass die zweifelsfrei notwendige Beschulung von Flüchtlingen zu Lasten der regulären dualen Berufsausbildung gehe. Auch aus diesem Grund müssten die Berufsschulen personell besser ausgestattet werden.