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Arkenau, SWD und Baufirma beteiligt Netz an E-Ladesäulen in Delmenhorst wird dichter

Von Sonia Voigt | 14.03.2017, 14:13 Uhr

Im Gartencenter einkaufen oder Kaffee trinken und gleichzeitig „tanken“ können Fahrer von Elektroautos jetzt bei Arkenau am Niedersachsendamm. Die Stadtwerke und die Baufirma Petershagen haben an der neuen Auflademöglichkeit mitgewirkt.

Eine weitere E-Ladesäule am Gartencenter Arkenau am Niedersachsendamm verdichtet ab sofort das Netz der Auflademöglichkeiten für Elektroautos – und bis auf Weiteres ist das Strom tanken hier sogar kostenlos. „Hier wirken drei Kräfte zusammen, um etwas für die Region und für die Umwelt zu tun“, erklärte Hans-Ulrich Salmen, Geschäftsführer der Stadtwerkegruppe Delmenhorst (SWD), bei der Präsentation am Dienstag. Denn während die SWD bei „ihrer“ ersten E-Ladesäule die Energieversorgung übernommen hat und Ralph Arkenau den Standort auf seinem Parkplatz stellte, hat die Baufirma Petershagen Tiefbau- und Pflasterarbeiten geleistet und die Säule installiert.

Strom stammt aus erneuerbaren Energien

„Wir wollen viel mehr E-Mobilität auf den Weg bringen“, sagte Oberbürgermeister Axel Jahnz mit Blick auf das Klimaschutz-Konzept und verwies darauf, dass der Strom an der Ladesäule zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Dabei ist die jetzt vorgestellte Ladesäule am Gartencenter nicht die erste im Stadtgebiet. Die EWE kooperiert zum Beispiel bei einem ähnlichen Angebot mit den Inkoop-Verbrauchermärkten. Für Jahnz beginnt hier ein „positiver Wettbewerb“. Entscheidend bei Standorten wie jetzt bei Arkenau sei, dass sie den E-Autofahrern erlauben, Alltägliches wie einen Einkauf oder Cafébesuch mit dem Tanken zu verbinden, ergänzte Salmen.

Positive Rückmeldungen erhalten

Obwohl es bei der Anzahl der Elektroautos „noch viel Luft nach oben gebe“, betonte Ralph Arkenau, habe er in der mehrwöchigen Testphase bereits mehrere positive Rückmeldungen von Kunden erhalten. Tim Schaffarzyk, Junior-Geschäftsführer der Firma Petershagen, begrüßte die „fruchtbare Kooperation“ bei der Ladesäule nicht nur aus Firmensicht, sondern stöpselte auch gleich sein eigenes E-Auto an. Mit dessen Reichweite bis zu 300 Kilometern sei die Nutzung im Alltag durchaus praktikabel.

SWD wollen zeigen: „Wir können auch Strom“

Für die SWD sendet die E-Ladesäule noch eine weitere Botschaft: „Wir als Stadtwerke können auch Strom“, streicht Geschäftsführer Salmen kurz vor dem Neustart der Stromkonzessions-Vergabe heraus. Die Ladesäule bietet 22 kW-Ladeleistung für zwei Autos gleichzeitig. Wie lange kostenlos getankt werden darf, ist noch offen –die Säule ist jedenfalls für Zahlvorgänge vorbereitet.