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Atlas-Gründer Hinrich Weyhausen Vor 50 Jahren verstarb Delmenhorster Wirtschaftspionier

Von Dirk Hamm | 06.04.2019, 10:33 Uhr

Vor 50 Jahren verstarb mit Hinrich Weyhausen eine bedeutende Delmenhorster Wirtschaftspersönlichkeit. Aus einer kleinen Hofwerkstatt formte er ein international renommiertes Baumaschinen-Unternehmen.

Der Name Atlas besitzt weit über unsere Region hinaus einen großen Klang. Unter diesem Markennamen werden seit Jahrzehnten Radbagger, Radlader und Ladekräne für den Weltmarkt produziert. Neben der Atlas GmbH in Ganderkesee benutzte bis 2015 auch die Firma Atlas Weyhausen in Wildeshausen diesen Markennamen (jetzt Weycor). Dieses Unternehmen verweist mit seinem Namen zugleich auf den Gründer, auf den beide Baumaschinenproduzenten zurückgehen: Hinrich Weyhausen. Der Firmenchef und Förderer des Reitsports verstarb unerwartet vor 50 Jahren, am 10. April 1969, im Alter von 79 Jahren in München auf der Rückreise aus dem Urlaub.

Auf der Nordwolle Maschinenbau gelernt

Am 15. Februar 1890 geboren, wuchs Weyhausen auf einem Bauernhof im Westerfeld an der Stedinger Straße auf. Auf der Nordwolle erlernte er den Beruf des Maschinenbauers. Nach einer Verwundung im Ersten Weltkrieg und dem Tod des Vaters übernahm er die Verantwortung für den elterlichen Hof. Als er 1919 auf dem Hof in Delmenhorst einen Landmaschinenhandel und eine Reparaturwerkstatt gründete, war nicht abzusehen, dass sich daraus ein bedeutendes Maschinenbau-Unternehmen entwickeln sollte.

Hydraulikbagger brachten großen Erfolg

Die Entwicklung von Hydraulikbaggern war der große Wurf, die Hinrich Weyhausen KG nahm auf diesem Gebiet ab den 60er Jahren eine international führende Stellung ein. Mehr als 1000 Mitarbeiter arbeiteten in den Werken in Ganderkesee, Vechta und Löningen.