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Auf den Spuren von Margarete Ries Projekt „Von den Akten auf die Bühne“ zu Gast am Maxe

Von Lennart Bonk, Lennart Bonk | 30.08.2016, 08:41 Uhr

Eine szenische Lesung und zwei Workshops stehen morgen auf dem Stundenplan der Oberstufenschüler des Max-Planck-Gymnasiums. Das Leben von Margarete Ries wird thematisiert.

Ein Geschichtsunterricht der etwas anderen Art findet am morgigen Mittwoch zum Thema „Nationalsozialismus“ am Max-Planck-Gymnasium statt. Ab 9 Uhr ist das Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“ mit einer szenischen Lesung über das Schicksal der Margarete Ries zu Gast. Unter dem Titel „Im Lager hat man auch mich zum Verbrecher gemacht“, wird die Lebensgeschichte von Ries erzählt, die zunächst selbst als Opfer des NS-Regimes im KZ Ravensbrück einsaß, jedoch später zum Kapo im KZ Auschwitz wurde.

Kooperation mit der Shakespeare Company

Das Delmenhorster Gymnasium bietet damit seinen Oberstufenkursen im Fach Geschichte eine besondere Veranstaltung zum Thema „Nationalsozialismus“ an. Die Lesung ist Bestandteil der Projektreihe „Aus den Akten auf die Bühne“, die Geschichtsstudenten und Dozenten der Universität Bremen in Kooperation mit der Bremer Shakespeare Company aus historischen Originalquellen entwickelt haben.

Im Anschluss an die Lesung folgen zwei Workshops. Dabei wird nachhaltig und differenziert auf Aspekte der Inszenierung sowie auf die historischen Hintergründe eingegangen.

Ex-Maxe-Schülerin vermittelt

Der Termin in Delmenhorst wurde von der ehemaligen Maxe-Schülerin Anna Mamzer vermittelt, die seit 2014 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichtswissenschaft unter der Leitung von der Projektinitiatorin Dr. Eva Schöck-Quinteros tätig ist.