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Auf Sicht neues Wohnquartier geplant Auf Abriss am Delmenhorster Wollepark folgt eine Wiese

Von Thomas Breuer | 05.09.2017, 18:37 Uhr

Wenn der Abriss der fünf Wollepark-Wohnblocks entlang der Stedinger Straße voraussichtlich Mitte Oktober beendet sein wird, soll die Fläche mit Mutterboden aufgefüllt und begrünt werden und bis auf Weiteres für jedermann frei zugänglich sein.

Das hat Stadtbaurätin Bianca Urban am Dienstag bei einer Begehung des Areals unserer Redaktion erläutert. Zur weiteren Planung, die letztlich durch die politischen Gremien festgelegt werden muss, sagte sie: „Das ist eine Aufgabe für das Jahr 2018.“

Neues Wohnquartier auf 13.000 Quadratmetern

Grundlegendes Ziele sei, auf den zur Verfügung stehenden 13.000 Quadratmetern ein neues qualitativ gutes, barrierefreies Wohnquartier zu entwickeln. Dazu können sich kleinteiliges Gewerbe gesellen, das die Wohnqualität nicht beeinträchtige.

Hochhäuser sollen nach Urbans Worten auf keinen Fall wieder gebaut werden, Einfamilienhäuser aber auch nicht. Denkbar seien drei- bis vierstöckige Wohneinheiten, eventuell mit Gewerbe im Erdgeschoss.

Eine neue Kindertagesstätte als Option

Oberbürgermeister Axel Jahnz sagte vor Ort, er plane nicht, die Fläche einem privaten Bauträger zu überlassen. Im nördlichen Teil sei der Bau einer neuen Kindertagesstätte eine gute Option. Der Bedarf an weiteren Kita-Plätzen sei gegeben. Gegenüber wird gerade der in die Jahre gekommene Spielplatz völlig mit attraktiven Spielgeräten völlig neu hergerichtet.

Auf die Frage, ob die aktuelle Situation in den Problemblöcken Am Wollepark 11 und 12 Einfluss auf die Entwicklung des neuen zentrumsnahen Quartiers nehmen könnte, antwortete Jahnz mit einem deutlichen Nein. „Das ist eine ganz andere Aufgabe“, sagte er.

Abrissarbeiten dauern etwas länger als vorgesehen

Mit dem nunmehr für den Oktober prognostizierten Abschluss der Abrissarbeiten werden diese etwas später als vorgesehen beendet. Laut Polier Mike Langer vom Abbruchunternehmen Freimuth liegt die Verzögerung in der gewissen Instabilität der Hochhäuser begründet. „Wir mussten zuerst alles um die Fahrstuhlschächte, die ihnen Halt gegeben haben, abtragen“, sagte er.

Anfragen von Interessenten für die Fläche hat es laut Jahnz bereits etliche gegeben.

Studentische Ideen könnten erste Impulse geben

Was dort werden könnte, darüber haben sich laut Urban acht Studentengruppen der Hochschule Bremen bereits viele Gedanken gemacht. „Sie waren oft vor Ort“, weiß die Spitzenbeamtin. Noch ruhen die Arbeiten in der Schublade des Professors, doch das möchte Urban gerne ändern. Sie verspricht sich von den Ideen der Hochschüler erste Impulse für die politischen Beratungen.

„Wir gucken ganz neu auf den Bebauungsplan“, kündigt die Stadtbaurätin an. Soll heißen: Über den Mix aus Wohnen und Gewerbe soll intensiv beraten werden.