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Aufräumarbeiten in Delmenhorst dauern an Inkoop-Unglück: Einem Schwerverletzten geht es besser

Von Jan Eric Fiedler | 28.12.2015, 18:43 Uhr

Knapp zwei Wochen nach dem Unglück auf der Baustelle des Inkoop-Neubaus an der Oldenburger Straße gehen die Aufräumarbeiten am eingestürzten Bereich des Neubaus weiter.

„Es läuft derzeit der Rückbau der Nordseite“, berichtete Inkoop-Geschäftsführer Bernd Oetken. Dieser Teil des Neubaus war am 16. Dezember eingestürzt . Vier Bauarbeiter waren dabei verletzt worden. Einem der beiden Schwerverletzten, die vor Weihnachten noch im Krankenhaus waren, geht es laut Polizeisprecherin Melissa Oltmanns mittlerweile deutlich besser. Der Zweite schwebe immer noch in Lebensgefahr.

„Der Rückbau dauert noch einige Tage“, sagte Oetken. Gestern waren die Bauarbeiter damit beschäftigt, die letzten Reste der eingestürzten Mauer entlang der Oldenburger Straße zu beseitigen. Diese soll im Anschluss wieder errichtet werden.

Verzögerungen am Bau noch nicht abzuschätzen

Eine Prognose, wie lange sich die ursprünglich für das zweite Quartal 2016 geplante Eröffnung des Marktes durch das Unglück verzögert, wollte Oetken noch nicht abgeben: „Das lässt sich erst sagen, wenn der alte Zustand wieder hergestellt ist.“

Aufhebung der Sperrung nicht kommuniziert

Unterdessen gab es Irritationen um die Aufhebung der Sperrung der Oldenburger Straße. Nachdem die Stadt noch am 22. Dezember eine Verlängerung der Absperrung bis zum 30. Dezember angekündigt hatte, war die Oldenburger Straße plötzlich bereits tags darauf, am Nachmittag des 23. Dezembers, überraschend wieder frei befahrbar – eine Mitteilung durch das Rathaus blieb jedoch aus. Nach Angaben von Sprecherin Maike Stürmer-Raudszus ist die Baufirma mit den Aufräumarbeiten im Straßenbereich schneller fertig geworden. Leider habe dann die Verwaltung eine Mitteilung an die Öffentlichkeit versäumt.