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Aus Delmenhorst in die Region? Arkenau denkt über weiteres Gartencenter nach

Von Thomas Breuer | 28.07.2015, 19:56 Uhr

Im Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag hat Ralph Arkenau Einblick in seine Überlegungen gegeben. Am Niedersachsendamm bietet er aktuell 30 Arbeitsplätze.

Ralph Arkenau, der seit vier Jahren das seinerzeit neu errichtete Gartencenter am Niedersachsendamm betreibt, trägt sich mit dem Gedanken, in der Region ein weiteres Gartencenter zu etablieren. „Wenn wir einen geeigneten Standort finden würden, würden wir das machen“, sagte er am Dienstagnachmittag im Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag, die die parlamentarische Sommerpause in Berlin auch für Unternehmensbesuche nutzt.

Nur kurzzeitig mit Tweelbäke beschäftigt

Nach eigenen Worten hat sich Arkenau zuletzt mit dem Standort in Oldenburg-Tweelbäke auseinandergesetzt, den sich inzwischen sein Berufskollege Rainer Ostmann aus Visbek gesichert hat. Er selbst fand ihn für sich „nicht so gut geeignet“. Ostmann, unter anderem in Stuhr vertreten, hat dort den Zuschlag für ein drei Hektar großes Areal bekommen, auf dem ein 14.000 Quadratmeter großes Gartencenter mit 350 Parkplätzen entstehen soll.

Viele Kunden aus der Region

Schon jetzt lockt Arkenau viele Kunden aus der Region nach Delmenhorst. Er schätzt deren Anteil am Gesamtaufkommen auf 25 bis 30 Prozent.

An dem Treffen im Gartencenter am Niedersachsendamm nahm auch Henning Sannemann, Präsident des Wirtschaftsverbandes Gartenbau Niedersachsen, teil. Arkenau berichtete, dass er dort inzwischen 30 versicherungspflichtige Arbeitsplätze biete. „Wir liegen durchgängig bei einem Euro und mehr über dem Mindestlohn“, sagte er. 450-Euro-Jobber würden im Center gar nicht mehr beschäftigt, genau so wenig wie derzeit Auszubildende zum Gärtner.

Azubis nur schwer zu finden

Geeignete Bewerber zu finden, sei schwierig, so der Gärtnermeister. Auf der einen Seite fehle es leider oft an sozialer Kompetenz, auf der anderen Seite würden zu viele junge Leute Abstand nehmen, weil sie sich die Hände nicht schmutzig machen wollen. Dass der Beruf sehr vielfältig sei, sei in der Bevölkerung zu wenig bekannt, pflichtete Sannemann bei.