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Aus Partei ausgetreten Verurteilter Ratsherr aus Delmenhorst geht in Berufung

Von Jan Eric Fiedler | 29.04.2015, 14:24 Uhr

Der Delmenhorster Ratsherr Werner Lindemann geht nach dem Urteil wegen Betrugs und Untreue in 48 Fällen gegen ihn trotz eines „Deals“ in Berufung. Dies bestätigte am Mittwoch Amtsgerichtssprecher Thomas Pünjer. Lindemann war nach der Verständigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Wann es zu einer Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Oldenburg kommt, konnte Pünjer noch nicht sagen. Das Urteil muss in einer Frist von fünf Wochen fertiggestellt und an die Staatsanwaltschaft übergeben werden. Von dort wird es an das Landgericht geleitet, das einen Termin ansetzt.

Unterdessen hat Lindemann erste politische Konsequenzen gezogen und ist mit sofortiger Wirkung aus der Partei „Freie Wähler“ zurückgetreten. Laut Landesgeschäftsführer Arnold Hansen hatte ihn die Partei dazu aufgefordert. Auswirkungen auf seinen Sitz im Stadtrat hat dies laut Hansen nicht, da er den Sitz nicht als Parteimitglied, sondern als Teil der Wählergemeinschaft erlangt hat.

 Weiterlesen: Delmenhorster Ratsherr zu Haftstrafe verurteilt