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Auch Kreisel Teil der Planung Ausbau der Syker Straße in Delmenhorst könnte 2020 starten

Von Frederik Grabbe | 23.01.2019, 20:13 Uhr

Bei der Syker Straße könnten alte Ausbaupläne wieder aktuell werden – vielleicht schon im nächsten Jahr. In den Vorjahren war das Vorhaben immer wieder aufgeschoben worden. Die Pläne betreffen auch einen neuen Kreisel in Höhe des Reinerswegs.

Der Ausbau der Syker Straße in Delmenhorst ist noch nicht vom Tisch. Aktuell arbeitet die Stadt daran, die Ausbauplanungen bei der Landesbehörde für Straßenbau einzureichen, um über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) Fördermittel zu erhalten. Das teilt die Verwaltung auf Nachfrage mit. "Gegebenenfalls könnte bereits ab dem kommenden Jahr mit dem Bau begonnen werden", heißt es gegenüber dem dk.

"Die Straße ist desolat, da muss unbedingt etwas gemacht werden"

Das Vorhaben, die Syker Straße auszubauen, ist nicht neu. Bereits im Sommer 2012 hatte die Stadt umfangreiche Planungen für einen umfassenden Ausbau vorgestellt, der 2013 umgesetzt werden sollte. Die 2,5 Kilometer lange Strecke zwischen Hoyersgraben (Höhe IGS) und der B75-Auffahrt sollte damals zusammen mit dem Kanal- und Leitungssystem saniert werden. Unter anderem deutlich mehr Parkplätze entlang der Straße waren geplant. Fünf Jahre Bauzeit und 7,4 Millionen Euro waren damals eingeplant worden – doch schon damals basierte die Kostenschätzung auf Berechnungen von 2004. Dass die Kosten nun deutlich steigen dürften, ist wahrscheinlich: Als der Ausbau zwischenzeitlich aufs Jahr 2017 verschoben wurde, ging die Stadt im Haushalt bereits von 8,2 Millionen Euro aus. Und wie die Verwaltung zuletzt zur Dwostraße erklärte, waren in der jüngeren Vergangenheit die Baukosten nach einer Ausschreibung stets weit höher als vorher kalkuliert. Dass die Syker Straße dringend erneuerungsbedürftig ist, war schon 2012 klar: Fachbereichsleiter Fritz Brünjes sagte damals: "Die Straße ist desolat, da muss unbedingt etwas gemacht werden."

Kritik gegen frühere Pläne wegen Verengung der Fahrbahn

Mit dem neuerlichen Anlauf zum Ausbau stellt sich die Frage, ob alte Planungen weiter verfolgt werden, wonach die Syker Straße von 9 auf 7,14 Meter zugunsten von Rad- und Gehwegen sowie Parkplätzen verengt werden sollte. Auch die Fällung von mehr als 160 Bäumen stand damals im Raum. Beides stieß 2012 auf nachdrückliche Kritik. Auf Nachfrage, ob dies so beibehalten werden soll, sagt Fachbereichsleiter Fritz Brünjes lediglich, dass die Planungen zu gegebener Zeit in den Ratsgremien vorgelegt werden.

Pläne betreffen auch Kreisel am Reinersweg

Der Straßenausbau der Syker Straße könnte ebenfalls ein bereits diskutiertes verkehrlich bedeutendes Bauprojekt zurück auf den Plan bringen: der Kreisel an der Kreuzung Reinersweg/ Syker Straße/ Nienburger Straße. 20.000 Fahrzeuge pro Tag wurden 2011 rund um die Fachmärkte in dem Bereich gezählt, zu Spitzenzeiten sogar 2400 pro Stunde. Das dürfte sich bis heute kaum verändert haben, zumal die Stadt zum Kreisel am Reinersweg mitteilt, dass sich an diesen Plänen in den vergangenen Jahren grundsätzlich nichts verändert hat. Damals wurde mit dem Kreisverkehr das Ziel verbunden, lange Rückstaus bei roten Ampeln und so einen Verkehrsinfarkt zu verhindern. Geplanter Baubeginn war 2011.

Arbeiten stehen auf wackeligen Füßen

Am Ende wurde aus dem Ausbau der Syker Straße und damit mit dem Kreisel am Reinersweg nichts, weil ein Förderantrag – wie zuletzt im Februar 2017 – der Stadt bei der Landesstraßenbaubehörde über das GVFG gescheitert war. Darum ergänzt die Stadt vorsichtig: "Die Voraussetzung ist aber, dass man sich für diese Maßnahme ausspricht. Sie wird in Konkurrenz zu anderen Maßnahmen stehen." Ob alte Straßenbaupläne wieder aktuell werden – will die Stadt nicht sämtliche Kosten alleine zahlen – wird sich also erst noch zeigen.