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Ausstellung im Haus BerGer Delmenhorster Galerie zeigt „Behausungen“

Von Mareike Bader | 19.09.2017, 18:31 Uhr

Atmosphärische Landschaftsmalereien von Astrid Hübbe sind in der neuen Ausstellung im Haus BerGer zu sehen. Vernissage ist am Samstag.

Häuser sind individuell und verschieden. Wie unterschiedlich sie in ihrer Umgebung wirken, greift Astrid Hübbe in ihren Bildern auf. Die Ausstellung „Behausungen“ im Haus BerGer zeigt 38 Werke in verschiedenen Größen und verschiedener Technik.

Die Vernissage findet am Samstag ab 16 Uhr mit der Künstlerin statt. Galerist Dirk Schulte Strathaus wird die Laudatio halten. Der Kontakt zu Hübbe entstand durch Christiane Heinemann, die zur Malgruppe im Haus BerGer gehört. Hübbe lebte und arbeitete über 20 Jahre in Oldenburg und Wardenburg. Heute wohnt sie in Schleswig-Holstein.

Aus Fotografien, die sie als Notiz nutzt, entstehen Hübbes Landschaftsmalereien mit Öl-, Acryl- oder Aquarellfarbe. Der abbildende Charakter bleibt zwar bestehen, doch Hübbe abstrahiert das Motiv. Da ist mal eine Hafenansicht zu sehen, ein Wohnwagen, ein Bauernhof oder ein Waldhaus. Doch die genaue Umgebung kann nicht verortet werden.

Nähe zur Natur

Dafür wirken die Gemälde sehr atmosphärisch. Da versinkt ein rotes Haus im grünen Meer aus Büschen und Bäumen. Im dunklen Zimmer besticht die starke Leuchtkraft, wie des großen blauen Gebirgszuges vor leuchtend orangenem Hintergrund. Hübbe greift die Nähe zur Natur auf, zeigt etwa bei den Bergbildern, wo die Natur ihr „Habitat“ – so der Name der Reihe – hat.

Immer wieder kommen Felder, Wald und Wiesen vor, ebenso das Wasser. Auf einem Bild ist ein Ruderboot am Ufer zu sehen. Die Böschung ist wieder nur angedeutet, wirkt aber bei längerer Betrachtung voller Details. Die großen Farbflächen und die enorme Tiefe der Bilder brauchen etwas Zeit sich zu entfalten. Verweilen ist also angeraten bei der Ausstellung, die bis zum 13. Oktober zu sehen ist.