Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Ausstellung über Holocaust Delmenhorster VHS zeigt „A Letter to Debbie“

Von Mareike Bader | 14.04.2018, 14:32 Uhr

Grauenvolle Eindrücke von amerikanischen Soldaten bei der Befreiung eines KZ-Außenlagers hat Yardena Donig-Youner in einer Ausstellung verarbeitet. Sie wurde gestern in der VHS eröffnet.

Ein acht Seiten langer Brief eines amerikanischen Lieutenants war für Yardena Donig-Youner ausschlaggebend für ihre Ausstellung, die gestern im Lichthof der Volkshochschule (VHS) eröffnet wurde. Darin schreibt er seiner Frau von seinen Eindrücken von der Befreiung eines Außenlagers des Konzentrationslagers (KZ) Dachau am 27. April 1945 durch US-Soldaten. Die stark vergrößerten Briefstellen sind hinterlegt mit zwölf Fotomotiven, die damals gemacht wurden.

„Wir haben hier das Schicksal einer Frau, die direkt betroffen ist vom Holocaust“, sagt Jörg Wollenberg über den Hintergrund der jüdischen Künstlerin. Donig-Youner wurde 1937 in Palästina geboren, lebt heute in den USA. Ihre Familie verließ 1934 Nazi-Deutschland.

Begleitendes Programm rund um die Ausstellung

Die Delmenhorster VHS hat die Ausstellung zum Kernbereich der politischen Bildung erklärt. Sie will damit dazu beitragen, dass die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachgehalten wird. Es gibt etwa begleitende Vorträge mit Jörg Wollenberg jeweils ab 19 Uhr an den Donnerstagen, 19. und 26. April, sowie am Dienstag, 8. Mai, in der VHS. Er war als Achtjähriger Zeitzeuge eines Todesmarsches von Auschwitz.