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Ausverkauftes Haus Varieté gegen Kinderarmut in Delmenhorster Markthalle

Von Kea Neeland | 12.05.2017, 14:41 Uhr

Der Varieté-Abend am Donnerstagabend in der Markthalle war der erste seiner Art, der zugunsten die Kinderwunschbaumaktion ausgerichtet wurde. Und die Premiere war gleich ein voller Erfolg.

Monsieur Momo und Gabor Vosteen sind die beiden Darsteller, die für diesen Abend engagiert wurden. Beide sind Künstler der besonderen Art und brachten ein einzigartiges Programm auf die Bühne. Moderiert wurde die Veranstaltung von Markus Weise, der extra seinen schönsten Anzug angezogen hatte.

Monsieur Momo bringt Publikum mit Selbstironie zum Lachen

In der ersten Hälfte des Abends hatte Monsieur Momo, alias Timo Lesniewski, seinen Auftritt. Schon im Alter von zehn Jahren ist er vor Familie und Freunden aufgetreten und hat dann schließlich seinen Traum zum Beruf gemacht, war in der Ankündigung zu lesen. Momo versuchte, das Publikum mit einem Hauch von Magie zu verzaubern, wobei manche Tricks – durchaus mit Absicht – auch daneben gingen. Zum ersten Mal bei einem Varieté-Abend in Delmenhorst dabei, brachte er das Publikum ohne viele Worte, aber mit viel Selbstironie zum Lachen.

Flötenmann Vosteen spielt auf fünf Flöten gleichzeitig

Die zweite Hälfte war sozusagen ein Heimspiel. Der mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnete Künstler Gabor Vosteen ist ein ehemaliger Schüler der Delmenhorster Musikschule und hat sein musikalisches Talent an diesem Abend unter Beweis gestellt. Als der sogenannte Flötenmann zeigte er, wie man auf fünf Blockflöten gleichzeitig spielen kann.

Stehende Ovationen

Beide Künstler bezogen das Publikum mit ein, bei Vosteen standen zeitweise sogar vier Zuschauer gleichzeitig mit auf der Bühne. Zum Abschluss des Abends wurden Konfettikanonen unter den Zuschauern verteilt und es gab einen tosenden Applaus und stehende Ovationen vom Publikum.

Abend gegen Kinderarmut in Delmenhorst

Zu Beginn des Varietés hatte Bürgermeisterin Antje Beilemann in der ausverkauften Markthalle den Künstlern gedankt. Die Einnahmen des Abends gingen an die Kinderwunschbaumaktion, die Künstler hatten darum auf ihre Gage verzichtet. Beilemann erinnerte an den „Ernst der Lage“, an die Kinderarmut in Deutschland und vor allem in Delmenhorst. Die Not sei spürbar, denn jedes dritte Kind in der Stadt sei von Armut betroffen.

Seit acht Jahren nun gebe es die Kinderwunschbaumaktion. Über das Jahr verteilt werde Geld gesammelt, um an Weihnachten bedürftigen Kindern Wünsche zu erfüllen. Für Beilemann sei dies jedes Mal ein Erlebnis, das unter die Haut gehe, wenn sich die Kinder selbst über die kleinsten Dinge freuen.