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Baumarkt wird wieder aufgebaut Baudi in Delmenhorst soll am 31. Mai fertig sein

Von Thomas Deeken | 12.01.2015, 18:08 Uhr

Der Baudi-Markt an der Annenheider Straße, der Mitte September vergangenen Jahres durch ein Großfeuer zerstört worden war, soll zum verkaufsoffenen Sonntag am 31. Mai wiedereröffnet werden. Darauf hofft Baudi-Filialleiterin Ingeborg Kaufmann.

Kaufmann hatte am Montagvormittag Mitglieder des Delmenhorster Ausschusses für Bauen, Planen und Verkehr auf dem Grundstück an der Annenheider Straße informierte. Dort wird bereits eifrig am Wiederaufbau gearbeitet.

Die Delmenhorster Baudi-Chefin bemängelte zunächst noch, dass künftig durch den neuen, rechtwinkligen Zuschnitt des Gebäudes zu wenig Platz für Transportfahrzeuge vorhanden sei. Kurzfristig sei aber noch eine Lösung gefunden worden.

„Toller Standort“

Darüber hinaus sprach die Geschäftsfrau von einem „tollen Standort und einem tollen Kundenstamm“ und betonte, dass es der Wunsch war, den Baumarkt unbedingt wieder an der bisherigen Stelle aufzubauen. Und wenn alles fertig sei, werde auch der hohe Schuttberg des Unternehmens Johann Schröder, der derzeit hinter dem Baudi-Grundstück in die Höhe ragt, nicht mehr zu sehen sein.

Rund 1000 Quadratmeter groß

Insgesamt soll es künftig im Gebäude eine Verkaufsfläche von rund 1000 Quadratmetern geben. Dazu kämen Außenflächen. Damit sei das neue Projekt etwa 200 Quadratmeter größer als zuvor, so Kaufmann.

Der verantwortliche Architekt Hinrich von Harten aus Wiesmoor betonte gestern: „Wir bauen so wie genehmigt.“ Allerdings wollte er den 31. Mai als Eröffnungstermin nicht bestätigen. Sein Kommentar: „Wenn es Frost gibt, verzögert sich das Ganze.“

Zufriedene Gesichter habe es bei den Mitgliedern des Planungsausschusses gegeben, hieß es am Montag. Sie hätten alles dafür getan, um die Voraussetzungen für das Projekt zu schaffen, unterstrich Ausschuss-Vorsitzender Heinrich-Karl Albers (CDU). Und Peter Stemmler (UAD) lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit mit allen Fraktionen. „Alle Beteiligten wollen, dass alles möglichst wieder so ist, wie es vorher war“, fasste die Baudi-Filialleiterin zusammen.

Brandstifter noch nicht ermittelt

Ein Großfeuer hatte am 17. September den Baudiscounter Baudi, das Textilunternehmen KiK, den Getränkemarkt Hol’ Ab, den Imbiss Istanbul Kebap und die Bäckerei Gramberg vernichtet. Damals entstand ein Schaden von rund fünf Millionen Euro. Ursache war laut Polizei Brandstiftung. Ein Täter konnte nach Angaben von Staatsanwalt Martin Rüppell bisher aber noch nicht ermittelt werden.

Abgesehen vom Imbiss sollen alle anderen Geschäfte auch künftig wieder mit dabei sein, informierte Kaufmann. Es hätten sich zwar mehrere Bäckereien interessiert gezeigt, die Entscheidung sei aber zugunsten Grambergs gefallen.

In puncto Kosten für den Wiederaufbau des Marktes hielten sich Kaufmann und von Harten bedeckt. Nur so viel: Wegen des neuen Zuschnitts werde das Gebäude teurer als geplant.