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Bedarfsplanung für Kitas Delmenhorster Stadtmitte als Standort für neue Kita

Von Heike Bentrup | 01.07.2015, 07:58 Uhr

Die Berechnung des Bedarfs an Betreuungsplätzen für Kinder in den nächsten Jahren gestaltet sich in Delmenhorst schwierig. Sicher ist, dass in der Stadtmitte eine Einrichtung fehlt. Als mögliche Standorte sind die Hotelwiese und die Hundewiese im Gespräch.

Mit einer Kindertagesstätte in zentraler Lage soll der künftige Bedarf an Betreuungsplätzen in der Stadtmitte gedeckt werden. Zwar sind bislang weder entsprechende planerische Vorbereitungen getroffen, noch liegen die erforderlichen Beschlüsse vor, gleichwohl waren in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses als mögliche Standorte bereits die Hotelwiese und auch die Hundewiese im Gespräch.

Fachdienstleiter Gerd Galwas riet der Politik, diesen von der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände (AGfW) in Verbindung mit der sogenannten Kindertagesstättenbedarfsplanung eingebrachten Aspekt zu berücksichtigen.

Die Frage von Gabi Baumgart (SPD), ob denn eine Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Krankenhaus-Holding zwecks Schaffung von Betriebskindergarten-Plätzen denkbar sei, wurde von Fachbereichsleiter Rudolf Mattern bejaht. „Die Holding wird auf flexible Betreuungszeiten angewiesen sein. Diese sind generell wichtig für den Wirtschaftsstandort Delmenhorst“, sagte er.

Zwar sei in der Stadtmitte schon nach möglichen Standorten für eine Kita Ausschau gehalten worden, in Aktionismus dürfe man jedoch nicht verfallen. „Das wäre unseriös, zurzeit gibt es noch zu viele Unwägbarkeiten“, räumte der Fachbereichsleiter ein. So sei beispielsweise unklar, wie sich gesetzliche Vorgaben, der Bedarf an Ganztagsbetreuung sowie der demografische Wandel auswirkten.

Gleiches, so Gerd Galwas zu Beginn der Sitzung, gelte für die gesamte Kita-Bedarfsplanung. Diese beruhe auf rein statistischen Berechnungen, daher sei eine Prognose nicht möglich. „Das Problem ist, einzuschätzen, wie die Angebote von der zunehmenden Zahl von Zuwanderern und Flüchtlingsfamilien in Anspruch genommen werden. Wir brauchen weitere Informationen und müssen die Zahlen immer wieder aktualisieren“, sagte Galwas.

Die Ausschuss-Vorsitzende, Andrea Meyer-Garbe (SPD), gab zu bedenken, dass die Planung von Kindertagesstätten einer nicht zu unterschätzenden Vorlaufzeit bedürfe. Sie stimmte, wie auch ihre Fraktionskollegen Antje Beilemann und Hasan Bicerik, gegen den vorgelegten Plan.