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Befragung in der Innenstadt Dschungelcamp spaltet Zuschauer in Delmenhorst

Von Yannick Richter | 18.01.2016, 18:33 Uhr

Manche lieben das Dschungelcamp, manche verabscheuen das trashige TV-Format. Während einer Befragung in der Delmenhorster Innenstadt wird deutlich: Die Meinungen zum Dschungelcamp gehen weit auseinander.

Den Einschaltquoten zufolge schauen zurzeit durchschnittlich sieben Millionen Menschen täglich das Dschungelcamp im Fernsehen. Nicht alle wollen dies jedoch zugeben. Während einer Umfrage in der Delmenhorster Innenstadt stellten wir fest, dass die Stadt Delmenhorst den Bundesdurchschnitt entweder nur sehr schlecht repräsentiert oder aber, dass nur ein Bruchteil offen und ehrlich zugibt, regelmäßig die Sendung aus dem australischen Dschungel zu verfolgen. (Weiterlesen: Quoten: RTL-Dschungelcamp bleibt stark)

Zwischen zwei Extremen

Grundsätzlich könnten die Meinungen zu dem polarisierenden TV-Format nicht weiter auseinanderliegen. Von „Volksverblödung“, „barbarisch“ und „primitiv“ bis hin zu „kurzweilig“, „interessant“ und „witzig“ wandern die Kommentare zwischen zwei Extremen. Der Großteil der Befragten empfindet die Sendung jedoch als ekelhaft und sinnfrei. Lediglich ein paar der befragten Delmenhorster finden die Show unterhaltsam. (Weiterlesen: Hitler-Gruß, Dschungel-Killer, Strafanzeige: die Dschungelcamp-Story)

Dschungelcamp nach wie vor erfolgreich

Die hohen Einschaltquoten hingegen zeigen etwas völlig anderes. Mit einem Marktanteil von bis zu 40 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen ist der Erfolg und die große Anziehungskraft der mittlerweile zehnten Ausgabe des Dschungelcamps nach wie vor nicht wegzudiskutieren. (Alle Informationen zum Dschungelcamp erhalten Sie hier:)

Genugtuung beim Zuschauen

„Ich möchte nicht fies sein. Aber es tut irgendwo gut und macht Spaß, wenn man die Promis beobachtet und zusehen kann, wie sie sich tagelang quälen, ekelige Dinge essen und abschreckende Prüfungen absolvieren müssen“, gibt Josefine Westphal das zu, was wohl den Großteil der Dschungelcamp-Zuschauer immer wieder zum Einschalten bewegt. (Weiterlesen: Gute Promi-Mischung im Dschungelcamp)

Gruppenzwang nötigt zum Einschalten

„Wenn mal ehrlich ist, hat doch jeder schon einmal das Dschungelcamp gesehen, oder zumindest mal reingezappt. Und wenn man mitreden möchte, wird man sowieso dazu genötigt, einzuschalten. Zum Teil finde ich die Sendung schon sehr unwürdig. Mitleid habe ich mit den Kandidaten allerdings nicht. Das ist ja schließlich ihr Job. Es hat sie niemand dazu gezwungen. Dennoch frage ich mich, wie verzweifelt man tatsächlich sein muss, um sich dort so präsentieren zu müssen“, spricht auch Michaela Neumann wohl vielen Zuschauern aus der Seele.

Alle Infos zu „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ im Special bei RTL.de.