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Begutachtung durch Wissenschaftsrat „Alle Ehre“ für das Delmenhorster HWK

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 29.04.2016, 20:55 Uhr

Das Hanse Wissenschaftskolleg (HWK) blickt auf das vergangene Jahr zurück – in einem 152 Seiten starken Bericht. Ein Fazit des Rektors Reto Weiler: Die interdisziplinäre Forschungsgemeinschaften machen dem HWK alle Ehre.

Pünktlich zur Publikation seines Rückblicks auf das Jahr 2015 steht das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) unter besonderer Beobachtung: Der Wissenschaftsrat, Deutschlands maßgebliches wissenschaftspolitisches Beratungsgremium, begutachtet seit einigen Tagen das HWK. Die Gutachten des Wissenschaftsrats dienen üblicherweise etwa den Bundesländern als Orientierungshilfe, wenn sie über die Verteilung von Forschungsmitteln zu entscheiden haben. Mit den Ergebnissen aus dieser turnusmäßigen, alle zehn Jahre anstehenden Evaluation des HWK rechnet Rektor Prof. Reto Weiler für das Jahr 2017, beteuert aber schon einmal: „Wir freuen uns darauf!“

152 Seiten starker Jahresbericht

Denn das HWK habe allerhand vorzuweisen. Was alles – das spiegelt sich nicht zuletzt in dem 152 DIN A4-Seiten starken Jahresbericht 2015, den Weiler und sein Team gerade in einer Auflage von 1000 Exemplaren haben drucken lassen und dieser Tage gezielt verschicken. Ab Anfang kommender Woche soll der Jahresbericht außerdem zum Download im PDF-Format auf der Website www.h-w-k.de bereitstehen. (Weiterlesen: Professor warnt in Delmenhorst vor Facebook)

Zusammenführung der Wissenschaftskulturen

76 Fellows arbeiteten 2015 im HWK, Wissenschaftler, die nach Delmenhorst gekommen waren, um dort einige Wochen, vom üblichen Alltagsstress entbunden, ungestört zu forschen und sich mit Kollegen auszutauschen, darunter auch solche aus Iran, Südafrika, Costa Rica und Ägypten. „Wir wollen unterschiedliche Wissenschaftskulturen zusammenführen“, erklärt Weiler. Besonders glücklich ist der Rektor über die so genannten „Study Groups“, welche aus den Fellowships erwüchsen: interdisziplinäre Forschungsgemeinschaften, zu denen sich Fellows des HWK durch das dortige Zutun mit anderen Wissenschaftlern zusammenschlössen, um gemeinsam zu publizieren. Derzeit gebe es zehn dieser „Study Groups“, die dem HWK alle Ehre machten, so der Rektor. (Weiterlesen: Medienwissenschaftler warnt vor Vertrauensverlust in Medien)

Ausstellung in Oldenburg fußt auf HWK-Publikation

Mit dem im Dezember erschienenen Buch „Kurswechsel Küste“ hat das HWK im letzten Jahr zwar ein mehrjähriges Forschungsprojekt rund um den drohenden Anstieg des Meeresspiegels abgeschlossen, möchte aber dennoch nachlegen. So werde das Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg Ende Oktober eine Ausstellung eröffnen, die auf der HWK-Publikation fuße, verspricht Weiler.