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„Beispiel für Solidarität“ „CaféKö“ in Düsternort feierlich eingeweiht

Von Britta Buntemeyer | 13.03.2015, 18:17 Uhr

Das CaféKö ist am Freitag im Beisein zahlreicher Gäste der Stadt und Politik eingeweiht worden. Dr. Barbara Hoffmann vom Familienministerium sprach von einem „Projekt des Zusammenhalts“.

Frühstücksbüffet, Mittagstisch, Kaffee, Tee, Abendessen – das „CaféKö“ an der Königsberger Straße 75 bietet seit Februar allerlei Köstlichkeiten für bis zu 30 Gäste. Am Freitag ist das Café – ein Modellprojekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) und der Stadt – im Beisein zahlreicher Besucher und Gäste aus Stadt und Politik feierlich eröffnet worden. Das neue Quartierszentrum folgt dem Inklusionsgedanken. Es bietet nicht nur Veranstaltungen und Kurse an, einige Mitarbeiter haben Handicaps.

Soziale Stadt, die nach draußen strahlt

Für Oberbürgermeister Axel Jahnz stellt das „CaféKö“ ein „Vorzeigecafé“ und „Vorzeigeprojekt“ dar, dass es nicht häufig in der Bundesrepublik gebe. „Delmenhorst zeigt, dass wir eine soziale Stadt sind, die auch nach draußen strahlt.“ Mit 160.000 Euro förderte das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend das Quartierszentrum. Dr. Barbara Hoffmann, Referatsleiterin Wohnen im Alter – Soziales Wohnen, nannte das „CaféKö“ ein „Projekt des sozialen Ausgleichs und des Zusammenhalts“ und einen „Ort der Information, Kommunikation und Beratung“. Es sei „beispielgebend für eine Gesellschaft, die solidarisch ist und alle Menschen integriert“.

Projekt mit Signalwirkung

Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stünden und etwas erreichen wollten, gehörten in unsere Mitte. Sie hoffe und glaube, dass das Projekt auch über die örtlichen Grenzen hinweg eine Signalwirkung haben werde.

Betreuung durch Delme-Werkstätten

GSG-Geschäftsführer Stefan Ludwig stellte den Gästen zudem die 46 senioren- und behindertengerechten Wohnungen gegenüber dem „CaféKö“ vor, von denen 26 noch frei seien. Meike Müller, Vizepräsidentin des DRK-Landesverbands Oldenburg, betonte den Inklusionsgedanken. „Das Café schafft Arbeitsplätze außerhalb der beschützten Werkstätten“, so Müller. Betreut werden die gehandicapten Mitarbeiter von Fachkräften der Delme-Werkstätten. Sie hoffe, dass das Café einen Ort für die Inklusion aller Menschen darstelle. Zudem appellierte sie daran, auch Ehrenamtliche mit einzubinden.

Das „CaféKö“ hat täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet.