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Beratung in Delmenhorst So können neue Fenster die Energiebilanz verbessern

03.07.2019, 14:42 Uhr

Neue Fenster können bares Geld sparen und die Energiebilanz eines Hauses aufbessern. Was genau zu beachten ist, darüber informiert Ulrich Schachtschneider, Energieberater der Verbraucherzentrale, regelmäßig bei Beratungen jeden zweiten Donnerstagnachmittag im Multifunktionsbüro an der Langen Straße 1.

„Neue Fenster können die Energiebilanz eines Hauses wesentlich verbessern, differenziert Sonnenlicht und -wärme hereinlassen und den Lärmschutz erhöhen“, heißt es von der Verbraucherzentrale vorab. „Dennoch denken viele Menschen beim Stichwort Fenstertausch eher an hohe Kosten oder ein erhöhtes Schimmelrisiko.“ Ulrich Schachtschneider, Energieexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen, will in den Beratungen im Multifunktionsbüro die wichtigsten Fragen beantworten, die es bei der Fenstererneuerung zu beachten gilt. Neue Fenster seien eine Investition für viele Jahre. Der Experte empfiehlt deshalb, sich bei der Entscheidung von einem unabhängigen Experten beraten zu lassen, informiert die Verbraucherzentrale vorab. „So kann auch sichergestellt werden, dass die Fenster zum Haus und eventuellen weiteren Sanierungsvorhaben passen.“ Bei ungedämmten Außenwänden sei es etwa ratsam, den Austausch der Fenster mit einer nachträglichen Wanddämmung zu verbinden. Um Wärmebrücken zu vermeiden, seien auch bei dem Einbau der Fenster Anforderungen zu erfüllen.

Lüftungseffekt alter Fenster fällt weg

Schachtschneider will ferner darüber informieren, was nach einem Fenstertausch wichtig ist. „Manche Verbraucher fürchten ein erhöhtes Schimmelrisiko, wenn sie die Fenster erneuern“, berichtet Schachtschneider und erläutert: „Hintergrund ist, dass viele alte Fenster undicht sind und so für eine ständige Lüftung sorgen. Dieser Effekt entfällt bei den neuen, dichten Fenstern“. Damit steigt dem Experten zufolge gegebenenfalls in den Räumen die Luftfeuchtigkeit und somit das Schimmelrisiko an den Wänden. „Regelmäßiges Lüften ist aber meistens ein effektives Gegenmittel. Manchmal kann auch der Einbau einer Lüftungsanlage sinnvoll sein, zum Beispiel in Mietwohnungen. Das sollte bei der Planung der neuen Fenster von der Fensterfirma, einem Energieberater oder Fachplaner geprüft werden“, teilt die Verbraucherzentrale mit.

Zuschüsse sind möglich

Häufig werde die Schimmelproblematik durch neue Fenster auch verringert, nämlich dann, wenn der Schimmel auf den alten Fenstern selbst wächst. Hier sind Dachfenster am häufigsten betroffen. Für Einzelmaßnahmen zum nachträglichen Wärmeschutz und für neue Heizungs- und Lüftungsanlagen stelle der Bund Zuschüsse von 10 bis 15 Prozent bezogen auf die Investitionssumme und zusätzlich zinsgünstige Kredite zur Verfügung.

 Anmeldungen sind unter Telefon (0441) 01523 3668466 oder (0800) 809802400 möglich. Die Energieberatung ist kostenlos. Auch Vor-Ort-Termine können im Rahmen eines Energiechecks vereinbart werden.