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Bericht über den Arbeitsmarkt Zahl der Arbeitslosen in Delmenhorst leicht gestiegen

Von Marco Julius | 29.09.2016, 17:21 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Monat September im Bezirk der Agentur für Arbeit Delmenhorst (Stadt Delmenhorst und Gemeinde Ganderkesee) um 77 gestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug damit 8,6 Prozent (Vormonat 8,5 Prozent), vor einem Jahr lag die Quote bei 8,9 Prozent.

„Im September hat es die saisonal typischen Entwicklungen gegeben“, führte Karin Kayser, Geschäftsstellenleiterin der Arbeitsagentur, die Zahlen aus. Die gute Arbeitskräftenachfrage habe zu vielen Einstellungen zuvor arbeitsloser Delmenhorster geführt, zudem hätten Jugendliche mit schulischen und betrieblichen Ausbildungen begonnen. Auch der Beginn arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen habe den Arbeitsmarkt entlastet.

Fast jeder dritte Arbeitslose ist Ausländer

Schaut man nur auf die Stadt Delmenhorst, lag die Arbeitslosenquote im September bei 10,6 Prozent, vor einem am Jahr meldete die Agentur einen Wert von 10,8 Prozent. In Delmenhorst waren im September 4178 arbeitslos gemeldet. In Ganderkesee waren es im September 658 Menschen. Auffällig in Delmenhorst: 32 Prozent aller Arbeitslosen haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, im Vorjahr lag die Quote bei 21,4 Prozent. „Der Anstieg ist vor allem auf die wachsende Zahl der arbeitslos gemeldeten Flüchtlinge aus den Ländern des Nahen Ostens zurückzuführen“, sagte Kayser. Im September waren 428 Geflüchtete in Delmenhorst beim Jobcenter oder bei der Arbeitsagentur als arbeitslos gemeldet. Das entspricht 10,2 Prozent aller Arbeitslosen in der Stadt. Weitere 360 Geflüchtete sind nicht als arbeitslos, sondern als arbeitssuchend geführt, etwa weil sie aktuell Integrationskurse oder Qualifizierungsmaßnahmen besuchen – oder weil sie bereits erwerbstätig sind und dennoch eine neue Stelle suchen. Die Geflüchteten seien sehr engagiert und nutzten Angebote der Agentur, machte Kayser deutlich.

Zugang an freien Stellen

Die Chancen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt seien derzeit gut. Kayser sprach von einer „positiven wirtschaftlichen Entwicklung“. Das unterstrich auch Regina Krumpe, Teamleiterin Arbeitgeber-Service. „Der Bestand an offenen Stellen ist um 302 auf 735 Stellen im Vergleich zum September 2015 gestiegen“, verdeutlichte Krumpe. Die größte Nachfrage seitens der Arbeitgeber bestehe in den Berufsbereichen Produktion und Fertigung. Es folgen die Bereiche Verkehr und Logistik, Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung sowie Bau, Architektur und Gebäudetechnik. Gesucht werden vor allem Fachkräfte. Die seien auf dem Markt derzeit aber nicht ganz leicht zu finden.