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Berufsverkehr Delmenhorst/Bremen Wirtschaft fordert Nachtarbeit auf B-75-Baustelle

Von Michael Korn | 01.11.2018, 17:37 Uhr

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg sorgt sich um die Folgen einer künftigen Brücken-Großbaustelle auf der B 75. Wie sie Pendler und Unternehmen vor zusätzlichen Staus und Zeitverlusten schützen will, schreibt sie in einer Mitteilung.

Tausende Berufspendler und Berufskraftfahrer stöhnen tagtäglich über Staus, Behinderungen und Baustellen auf der Bundesstraße 75 zwischen Delmenhorst und Bremen. Die Wirtschaft will jetzt dafür Sorge tragen, dass eine künftige Großbaustelle nicht zusätzlich die Nerven der Arbeitnehmer strapaziert: So fordert die Industrie- und Handelskammer Oldenburg (IHK) eine Optimierung der 2020 bevorstehenden Brücken-Baustelle im Bereich der Varreler Bäke an der Landesgrenze.

Sicher und effizient

In einer IHK-Mitteilung heißt es: „Bund und Länder investieren verstärkt in die Straßen- und Brückensanierung – aus Sicht der Wirtschaft eine gute Nachricht. Aktuelle Beispiele zeigen aber auch, welche Schwierigkeiten die Staus und Wartezeiten durch langwierige Baumaßnahmen für die Unternehmen mit sich bringen. Der Verkehrs- und Schifffahrtsausschuss der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) informierte sich deshalb kürzlich darüber, wie Autobahnbaustellen sicher und effizient gestaltet werden können.“

Bauzeiten begrenzen

Das Gremium sprach sich den Angaben zufolge dafür aus, sämtliche Möglichkeiten zu nutzen, Bauzeiten so kurz wie möglich zu halten. Dazu sollten auch Nacht- und Wochenendarbeiten gehören. „Großbaustellen wie derzeit auf der A 1 bei Bremen verursachen erhebliche Kosten für die Unternehmen und stellen auch für Pendler eine enorme Belastung dar“, sagte Jan Müller, Vorsitzender des Verkehrs- und Schifffahrtsausschusses. „Bei Baustellen sollte deshalb fortlaufend geprüft werden, ob optimiert werden kann, um die Auswirkungen auf den fließenden Verkehr weiter zu reduzieren“, so der Wortlaut. Das gelte zum Beispiel für die nächste Großbaustelle: 2020 sei ein Brückenneubau auf der B 75 an der Landesgrenze zu Bremen geplant. Während der zweijährigen Bauzeit sei vorgesehen, dass für den Verkehr jeweils nur eine Spur pro Fahrtrichtung zur Verfügung steht. Gerade für Berufspendler nach Bremen dürfte das nach Ansicht der IHK „zu großen Problemen und deutlich längeren Fahrzeiten führen“.

2+1-Lösung

Beispiele aus anderen Bundesländern zeigten, dass es durchaus möglich ist, eine sogenannte „2+1-Lösung“ einzurichten. Das bedeute, dass dem Verkehr zum Beispiel in Fahrtrichtung Bremen zwei Spuren zur Verfügung stehen würden und eine in Richtung Delmenhorst. Denkbar wäre auch ein Wechsel, sodass morgens zwei Spuren nach Bremen und abends zwei Spuren nach Delmenhorst eingerichtet werden. Hierzu wird sich die IHK an die DEGES GmbH wenden, die für die Baustelle verantwortlich sein wird.