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Bester neuer Geselle seines Fachs Delmenhorster Kfz-Mechatroniker glänzt im Kammerbezirk

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 13.10.2016, 16:15 Uhr

Stefan Hilker ist der beste neue Geselle seines Fachs im Bezirk der Handwerkskammer Oldenburg.

Gleich, welche Macke welcher Motor auch hat: Er werde sie schon finden und beheben, zeigt sich Stefan Hilker selbstbewusst. Ein guter Kraftfahrzeug-Mechatroniker könne es sich nicht erlauben, „Vorlieben“ für bestimmte Motoren oder Fehlermeldungen zu entwickeln. Durch beharrliches Nachhaken erfährt man denn auch: Automatisierte Schaltgetriebe mag Hilker nicht besonders gern.

Hilker kann so ziemlich alles am Auto reparieren

Womit keinesfalls gesagt sein soll, dass der 23-jährige nicht auch derartige Getriebe reparieren könnte. Hilker kann viel mehr so ziemlich alles reparieren, was an einem Auto kaputt gehen kann. Bei der diesjährigen Kfz-Mechatroniker-Gesellenprüfung der Handwerkskammer Oldenburg hat der Angestellte des Delmenhorster Autohauses Engelbart im Februar als bester von 32 Prüflingen abgeschnitten. Auf Landesebene hat er es vorige Woche immerhin auf Platz 4 geschafft.

Noch längst nicht alle Ziele erreicht

Doch damit hat Hilker noch lange nicht all seine Ziele erreicht. Der Mechatroniker, der derzeit für eine Filiale Engelbarts in Oldenburg arbeitet, geht nebenbei zweimal wöchentlich abends zur Schule, um sich auf seine Meisterprüfung vorzubereiten. Diese hofft er im Mai 2018 ablegen zu können, um es in noch fernerer Zukunft möglicher Weise gar zum Filialleiter zu bringen.

Teamfähigkeit ist ihm wichtig

Im Prinzip, glaubt Hilker, müsse ein Kfz-Mechatroniker, ob Lehrling, Geselle oder Meister, die gleichen Tugenden mitbringen: ein ausgeprägtes technisches Verständnis, eine systematische Arbeitsweise und vor allem Teamfähigkeit. „Ich kann nur an und mit meinen Kollegen wachsen“, erklärt er das Prinzip. Entsprechend wichtig sei das Arbeitsklima eines Unternehmens seiner Branche für den Kunden wie für die Mitarbeiter.

Gutes mathematische Grundverständnis hilft enorm

Jugendliche, die es ihm gleichtun und die Laufbahn des Kfz-Mechatronikers einschlagen wollen, sollten neben der Begeisterung für Autos auch ein überdurchschnittliches mathematisches Grundverständnis mitbringen, sagt Hilker. Das erleichtere die dreieinhalbjährige Ausbildung sehr. Die physischen Voraussetzungen für den Beruf des Mechatronikers hingegen würden weithin oft überschätzt. Der Beruf erfordere keine herausragende Fitness, „nur“ relative Gesundheit.