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Besuch in Delmenhorst Bischof aus Peru wirbt für Unterstützung von Ureinwohnern

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 08.12.2016, 19:07 Uhr

Der peruanische Bischof Gilberto Alfredo Vizcarra Mori hat auf seiner Rundreise durch Deutschland gestern Christen in Delmenhorst besucht. Bei seinem Zwischenstopp sprach er im Weltladen und im Gemeindehaus der evangelischen Stadtkirche über seine Arbeit mit indigenen Völkern.

In seinem Vikariat, dem Bereich seines bischöflichen Einflusses leben Ureinwohner, deren Lebensraum durch Straßenbau, Abholzung oder Ausbeutung von Rohstoffen bedroht ist. Internationale Konzerne würden die Umwelt dort ohne Respekt gegenüber der Kultur der indigenen Völker zerstören. „Als Gesamtheit ist das eine Katastrophe, weil es das gesamte Ökosystem durcheinander wirft“, sagte der Bischoft.

Der Staat versuche zudem, den Widerstand der Völker zu brechen, indem er durch unfaire Prozesse Exempel an den Menschen dort statuiert. „Die Kirche versucht zu erreichen, dass die Prozesse mit fairen Mitteln geführt werden“, erklärte Vizcarra vor Mitgliedern des Ökumene Weltladens in der Bahnhofstraße. Für den Staat sei die Kirche sehr unbequem, da sie einen großen Einfluss in der Bevölkerung hat.

Bischof hofft auf Unterstützung durch Adveniat-Aktion

Der Bischof ist zwei Wochen lang vor allem im Nordwesten Deutschlands unterwegs und wirbt für Unterstützung seiner Arbeit im Rahmen der Weihnachtsaktion „Bedrohte Schöpfung – Bedrohte Völker“ des Lateinamerika-Hilfswerks der katholischen Kirche Adveniat. „Als jemand, der von dort kommt, möchte ich dem Aufruf des Papstes, als Christen zu handeln, Ausdruck verleihen“, übersetzte Adveniat-Helfer Franz Trimpel-Hermann die Worte des peruanischen Bischofs. „Für unsere Leute ist es wichtig einen Bischof zu erleben“, sagte Pfarrer Hubert von der Heide.