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Besuch von Astrid Grotelüschen Delmenhorst: Automatische Kennzeichen erhalten Unterstützung

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 05.05.2017, 08:25 Uhr

Der Delmenhorster Schilderbauer J.H. Tönnjes macht mit seinen automatisch identifizierbaren Fahrzeugkennzeichen weitere Fortschritte. Gestern besuchte Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (CDU) die Produktionsstätten und kündigte an, das Projekt politisch begleiten zu wollen.

„Ich finde, dass mit dieser Entwicklung Möglichkeiten geschaffen werden, diese Kennzeichen für viele Bereiche zu nutzen, um höhere Sicherheit zu produzieren“, sagte die Politikerin. Das Unternehmen Tönnjes hat mit zwei Partnerunternehmen die sogenannten „IDePlates“ entwickelt. Kennzeichen, in denen sich ein Microchip befindet, anhand dessen das Fahrzeug zweifelsfrei identifiziert werden kann. Die Technik kann beispielsweise beim Verkehrsmanagement, beim Zugang zu Parkflächen oder beim Diebstahlschutz dienen.

Grotelüschen interessierte sich bei ihrem Besuch besonders für den Einsatz zur Unterstützung der inneren Sicherheit. „Wir brauchen Wege, um diese Vorteile nutzen zu können“, sagte die Abgeordnete. Tönnjes-Geschäftsführer Dietmar Mönning erklärte den Mehrwert der Kennzeichen im Vergleich zu Kameraüberwachung, die teurer und unzuverlässiger sei. (Weiterlesen: Delmenhorster Firma baut „schlaue Schilder“) 

Weitere Tests in verschiedenen Einsatzbereichen

Zudem solle die Erkennung der Fahrzeuge nicht der Privatwirtschaft wie Google überlassen werden. „Das Kennzeichen ist das einzige Teil im Fahrzeug, das unter Hoheit des Kraftfahrtbundesamtes steht“, sagte Mönning. Es sei jedoch sinnvoll, zunächst mit einer freiwilligen Nutzung zu beginnen, zum Beispiel bei der Zufahrt von Taxis zu Flughäfen oder von Firmenautos zu Geländen. Am Hamburger Hafen stoße die automatische Erkennung bereits auf großen Zuspruch.

Grotelüschen wies auf die Aspekte des Datenschutzes hin, die es zu klären gilt. „Wir gucken, wie kann der Mehrwert zum Wohle der Allgemeinheit genutzt werden“, kündigte sie an.

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