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Bilanz des Delmenhorster Bades GraftTherme-Chef zufrieden mit Besucherzahlen 2017

Von Kai Hasse | 18.06.2018, 17:14 Uhr

Die GraftTherme ist nachhaltig beliebt. In 2017 hat es eine leicht über den Erwartungen liegende Besucherzahl gegeben. Auch für 2018 hat man ehrgeizige Ziele.

Die Grafttherme hat im vergangenen Jahr 2,04 Millionen Euro Verlust gemacht. Das ist – für eine kommunal betriebene Therme – ein Wert, der Guido Becker, Geschäftsführer der Therme, „ganz zufrieden“ macht. Geplant war ein Defizit von 2,46 Millionen Euro. Verantwortlich für diese Verbesserung gegenüber dem Plan-Defizit sind Sondereffekte wie beispielsweise eine große Schadenersatzzahlung. Zudem hatte es mehr Besucher als gedacht gegeben. Der nächste große Wurf wird der Bau eines neuen Kursbeckens werden.

Therme auf dem angestrebten Weg

Von etwa 408.000 Besuchern war die Geschäftsführung für das Jahr 2017 ausgegangen. Es wurden etwas mehr: 415.000. Die Veränderung sei in allen Bereichen gleichermaßen zu spüren. Klar sei: „Der Bereich Wellness boomt weiter. Die Kunden kommen gerne“, so Becker. Man sei in der „Range, in der sich die Therme hinbewegen soll.“ Ausgelegt sei sie für 420.000 Besucher. Diese Marke will man im laufenden Jahr 2018 knacken: Becker plant mit 422.000 Besuchern. Das sei ein ehrgeiziges Ziel, aber das erste halbe Jahr lege nahe, dass es erreicht wird.

Ideen für besseren Freizeitbereich

Nachbessern könne man derzeit noch im Freizeitbereich. Hier laufe man den erhofften Besucherzahlen noch etwas hinterher. Es gäbe bereits Ideen, wie man den Bereich verbessern könne, allerdings sei das noch nicht spruchreif. Zudem überlege man, wie man auch außerhalb der kalten Jahreszeit den Saunabesuch attraktiver machen könne. Eine Erhöhung der Preise ist für Becker derzeit trotz der guten Auslastung nicht in der Diskussion. Man müsse sich am Markt und den Mitbewerbern orientieren. Wer dort durchstarte, bringe sich bei den Kunden ins Abseits.

Nächstes großes Projekt ist der Bau eines zweiten Kursbeckens. Es soll 80 Quadratmeter groß sein, 2019 fertig werden und etwa 1,8 Millionen Euro kosten. Gerade im Bereich des derzeit einzigen Kursbeckens sei man fast ständig ausgebucht.