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Bildungsinstitut präsentiert sich Schautag beim IWK zeigt Vielfalt der Pflegeberufe

Von Dirk Hamm | 25.10.2015, 11:36 Uhr

Zahlreiche Besucher haben sich am Tag der offenen Schule beim IWK auf der Nordwolle über verschiedene Pflegeberufe informiert. Dabei gab es auch einen Einblick in einen OP-Saal.

Große Menschenmengen haben am Samstag wegen der Messe „Handmade“ die Nordwolle bevölkert, und viele Besucher nutzten die Gelegenheit, auch an der Lahusenstraße 5 vorbeizuschauen. Dort ist das Institut für Weiterbildung in der Kranken- und Altenpflege (IWK) ansässig, am Samstag lud es zum Tag der offenen Schule ein. Die Rechnung, diesen Tag erstmals mit der Großveranstaltung „Handmade“ zusammenzulegen, ging auf, lautete am Nachmittag die Einschätzung der IWK-Leiterin Silke Watzke: „Wir sind zufrieden. Dank ‚Handmade‘ haben wir heute viel Laufkundschaft. Wir wollten an diesem Tag gezielt auf das IWK aufmerksam machen.“

Lehrer und Auszubildende der verschiedenen Fachschulen unter dem Dach des Instituts standen über mehrere Stunden bereit, um den Besuchern einige Facetten der verschiedenen Ausbildungszweige in der Kranken- und Altenpflege zu zeigen. Im Bereich der Altenpflege zum Beispiel konnten die Gäste in einen „Altersanzug“ schlüpfen, der einen Eindruck von den körperlichen Beschwernissen im hohen Alter vermitteln soll.

„Altersanzug“ vermittelt Beschwernisse des Alters

Dabei wurden Gehör und Sicht mittels eines Ohrenschützers und einer Spezialbrille gezielt eingeschränkt und die Bewegungsfähigkeit durch Gewichte an Hand- und Fußgelenken vermindert. „Vor allem die Einschränkungen beim Hören und Sehen sind unangenehm“, meinte Christine Braun, die sich dem Experiment stellte. Braun macht gerade eine Ausbildung in der Heilerziehungspflege und wollte am Tag der offenen Tür einmal ihrem Sohn Mio zeigen, wo sie den theoretischen Teil ihrer Berufsausbildung absolviert.

Die Fachschule, in der Operationstechnische und Anästhesietechnische Assistenten ausgebildet werden, verwandelte ihren Bereich in einen Operationssaal. Mit einer lebensgroßen Puppe wurde eine Hüftoperation nachgestellt. Dazu zog Luise Weiß, Auszubildende im ersten Jahr, ihre OP-Bekleidung an. „Ich wollte nicht in die Krankenpflege, sondern das Technische mit drin haben. Das Berufsbild ist sehr interessant und spezialisiert“, begründete sie ihre Berufswahl Operationstechnische Assistentin. In Blöcken von vier bis sechs Wochen erhält sie beim IWK das theoretische Wissen, die praktische Ausbildung erfolgt in der Ammerland-Klinik in Westerstede.

600 bis 700 Teilnehmer pro Woche beschult

Darüber hinaus präsentierten sich am Samstag die Fachschulen für Physiotherapie und für Heilerziehungspflege. Außerdem konnten sich die Besucher über die Studiengänge der Hamburger Fernhochschule als Partner informieren. Der Delmenhorster Standort des IWK ist einer von 16 in Nord-, West- und Ostdeutschland. Nach Angaben von Silke Watzke werden dort pro Woche 600 bis 700 Teilnehmer beschult.